Douglas wächst online um 32% (auf ca. 65 Mio. Euro)

Auch dieses Jahr weisen die Douglas-Parfümerien die Online-Umsätze nicht mehr explizit aus. Im Geschäftsbericht 2010/11 (PDF) heißt es lediglich:

Douglas11

"Der 2011 neu gestaltete Online-Shop http://www.douglas.de hat sich mit einem Plus von rund 32 Prozent zur umsatzstärksten „Douglas-Filiale“ entwickelt. Mit weit über einer Million Kunden ist der Online-Shop auch der mit Abstand größte Online-Beauty-Shop in Deutschland."

Unseren Hochrechnungen zufolge dürfte der Online-Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr bei rund 65 Mio. Euro (oder einem Jahresumsatz von +/- 50 Euro pro Kundin) gelegen haben. Douglas bleibt damit weiter weit unter seinen Möglichkeiten.

Die Douglas-Führung ist inzwischen sämtlichen Multi-Channel-Märchen seiner Berater aufgesessen und tappt gerade von einer Multi-Channel-Falle in die nächste. Das Unternehmen bremst sich dadurch nicht nur weiter selber aus, sondern setzt zugleich auch seine Zukunft aufs Spiel.

Erstaunlich, dass man seinen Aktionären im Jahr 2012 noch so einen multi-channel-verbrämten Geschäftsbericht (PDF) vorlegen kann.

Andere Handelskonzerne, allen voran die Tengelmann-Gruppe, aber auch Media Saturn machen inzwischen vor, dass man neben einer Multi-Channel- möglichst auch eine Online-Strategie haben sollte. Die fehlt bei Douglas weiter komplett.

Man kann dem Douglas-Konzern also nur wünschen, dass es bald einen fähigen E-Commerce-Vorstand findet, im Idealfall mit entsprechend strategischer Kompetenz, der hier schnellstens einschreiten kann, damit man sich nicht weiter von der "Wucht der Welle" überrascht zeigen muss.

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Kategorien:Shopboerse

1 reply

  1. Ich gebe Dir recht, dass hier noch viel Potential steckt. Allerdings ist der Beauty-Markt insgesamt noch eher am Anfang der Entwicklung.
    Interessant wäre zu sehen, ob das im Ausland so viel besser klappt. Wie sieht es denn aus bei Limoni in Italien oder Sephora in Frankreich. Haben die schon eine schlüssige Strategie? Oder ist der Gesamtmarkt noch in ganz Europa am Anfang?
    Und solange die Hochpreismarken teilweise absurde Restriktionen für die Aufnahme ihrer Artikel im Online-Shop fordern, ist es ziemlich schwierig ein konsequent hochwertiges Online-Angebot für den Kunden zu bieten…

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