Wachstumsbremse: Shoedazzle kippt sein Abo-Modell

"I think subscription models work best in two instances. Where the product is a necessity or when it’s an absolute passion." (via)

Vielleicht hat der Abo-Wahn nun endlich ein Ende, und wir können uns wieder auf spannendere E-Commerce-Modelle konzentrieren. Denn Shoedazzle, einer der Vorreiter in diesem Segment, hat sein Abo-Modell gekippt, das sich erwartungsgemäß als Wachstumsbremse erwiesen hat, und bietet seine Produkte nun frei verkäuflich an:

Shoedazzle2012

"The subscription model has been a tremendous success, and consumers love getting their showrooms each month.

But not all consumers want to shop that way. A lot of them want to buy once every three or six months. This opens up another whole universe of customers and will allow us to be bigger. We want to own a greater “share of closet.”

It’s still not a typical ecommerce company, because it’s very personalized. We still offer products that are unique to you."

Wir hatten zuletzt bei der 35-Mio.-Dollar-Runde von Beachmint schon angemerkt, dass es sich bei derlei restriktiven Modellen unserer Meinung nach eher um "Weird Commerce" als um "Exciting Commerce" handelt.

Während es bei Beautypröbchen noch Sinn macht, auf regelmäßige Empfehlungen im Abo zu setzen, erschließt sich einem das Abo-Modell im Modebereich nur mit sehr viel Mühe.

Abos sind ein guter Zusatzservice für Waren des täglichen Bedarfs (von Socken bis Windeln), und sie eignen sich auch hervorragend zur Kundenbindung für eingefleischte Fans, weswegen uns zum Beispiel auch das neue Shoescribe von Yoox so begeistert.

Im Gegensatz zu Shoppingclubs sind Abodienste allerdings in ihrem natürlichen Wachstum beschränkt, weil man die Hürde für Erstbesteller unangemessen hoch setzt. Das dämmert offenbar nun auch den ersten Investoren, die bisher der mögliche Pro-Kopf-Umsatz die Sinne getrübt hat.

Shoedazzle wandelt sich jetzt zum Aktionsangebot für exklusive Neuheiten, was strategisch sehr viel mehr Sinn macht.

In dieser Woche erst hatte Honest eine Finanzierungsrunde von 27 Mio. Dollar bekannt gegeben; an Bord kurioserweise auch die Shoedazzle-Investoren von Lightspeed Ventures, die ohnehin auf dem Abo-Trip sind und neben den Genannten auch an Petflow beteiligt sind.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse, unlimited

1 Antwort

  1. M.m. zu kurz gedacht mit der kompletten Abschaffung. Wir haben beim ChicChickClub binnen kruzer Zeit seit Launch ein 2 Wege-Modell entwickelt. “Pay as you go / Basic” oder Premium-Mitglied. P-Mitgliedschaft hat Vorteile (u.a. Preis, Vorkaufsrecht) ggü. normalem Modell. Interessanterweise hat Stylistpick das jetzt auch eingeführt. Bissl anders als bei uns, aber sehr ähnlich. Macht auch mehr Sinn, für recreational buyer sowie Vielkäufer. Weiterhin haben wir keinen fixen Preispunkt mehr aus unterschiedlichen Gründen, hat für uns keinen Sinn ergeben für DE. Und bevor wir nun verglichen werden: Wir machen das seit 3 Monaten, Dazzle seit 3 Jahren, wir leben noch von Seed, Dazzle 60 Mio Funding usw. usw. – aber wir lernen schnell und wachsen :-)
    Was die Jungs drüben machen finde ich wird aber von Dir aber oftmals in zu schlechtem Licht dargestellt. Finde die machen das was sie da tun schon sehr sehr gut. Vor allem vor dem Hintergrund der Komplexität des PRivate-Label Schuhmarktes und der Trigger, mit der das Modell funktioniert. Es wird immer nur auf dem Abo (obwohl es eigentlich gar keines ist/war, wenn man sich es genau anschaut) rumgekloppt, aber wenn man sich mal mit allen Treibern auseinandergesetzt hat, sehr schlaue Sache.
    Auch andere Modelle finde ich respektabel, auch das Yoox Modell, was sich aber wenig mit bspw. unserem vergleichen lässt, weil aufgrund der Preisklasse der Produkte die ZG doch auch eingeschränkt ist. Aber cool gemacht, keine Frage. Und Luxusmarkt halte ich für einen super spannenden Bereich. Shoes of Prey, auch cool.
    Was ebenso spannend wird zu sehen ist was Justfab nun macht. Solesociety, Shoeprivee, Shoedazzle kippen das komplette Modell und Justfab kommt bspw. bald nach DE. Bin gespannt wie die das anstellen. Shoemint/Beachmint geht hochpreisiger rein und verkauft Steve Madden Schuhe, die sonst mehr kosten. Kann funktionieren.
    Es bleibt spannend…:-)

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