buch & netz experimentiert mit offenen Verlagsmodellen

von Matthias Hell und Jochen Krisch

Wie es neuen Verlagsmodellen ("Von Erlebnisagentur bis Problemlöser") trotz Urheberrechtsdebatten, Self-Publishing und Buch-„Streaming“-Diensten gelingen könnte, auf dem darbenden Büchermarkt zu bestehen, zeigt seit kurzem der Schweizer „Start-Up-Verlag“ buch & netz mit einem offenen Verlagsmodell.

Ziel von buch & netz ist es in erster Linie, Texte und Geschichten in einer größtmöglichen Vielfalt an Formaten zugänglich zu machen. Der Verlag spricht in dieser Hinsicht vom „befreiten Buch“:

Buchundnetz

"buch & netz produziert, kuratiert, vertreibt und monetarisiert Inhalte in Form von gedruckten Büchern, E-Books, Online-Books, Websites, Blogs, E-Mail Newsletter und Mobile Apps."

Als erweiterte Erlösströme und Monetarisierungsoptionen setzt buch & netz auf eine Reihe von Sponsoring-Modelle: So können interessierte Unternehmen Gutschein-Pakete für das Verschenken von eBooks erwerben, Bücher als Sponsor für eine bestimmte Zeit auf der eigenen Webseite zum kostenlosen Download anbieten oder als „Kapitalsponsor“ Partner von individualisierten Buchausgaben werden.

Im Best-Practice-Business-Blog stellt Burkhard Schneider das Modell ausführlich vor:

Das erste von buch & netz verlegte Buch hat den Titel “E Commerce konkret. Best Practices und Trends im Onlinehandel.”

Man kann das ganze Buch kostenlos online lesen. Das ist nicht nur eine nette Geste und baut Vertrauen auf. Vielmehr erreicht man, dass zahlreiche Menschen via Blog, Twitter, Facebook und Co. auf diesen wertvollen Inhalt aufmerksam und damit Werbung zum Nulltarif machen.

Für 7,50 CHF kann man die EBook-Version erwerben und für 34 CHF das gedruckte Buch. Motivation, das Buch zu kaufen, kann darin bestehen, dass man Verlag und Buchautoren damit die Anerkennung für ihre Arbeit aussprechen will oder es einfach bequemer findet, das Buch via EBook-Reader oder in haptischer Form zu lesen.

„Neu sind diese Ideen alle nicht, aber endlich fügt ein Verlag diese Ideen zu einem Gesamtkonzept zusammen und bietet damit allen Mehrwerte an. Und wenn Mehrwerte angeboten werden, wird auch Geld verdient. So einfach kann die Gleichung aufgehen."

Hinter dem vorwärtsgerichteten Plattform-Modell von buch & netz steht mit Andreas Von Gunten ein Mann, der seine Sporen vorher in der Internetbranche verdient hat.

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