Zalando gibt 2% an J.P. Morgan und Quadrant Capital Advisors

Zalando hat 1,3% seiner Anteile an J.P. Morgan Asset Management und 0,9% an Quadrant Capital Advisors abgegeben.

Damit dürfte ein Börsengang erst einmal vom Tisch sein – und die nächsten Anteilspakete eher privat platziert werden.

Vorerst bleibt Zalando jedoch weiter in deutscher Hand:

Zalandosale2012

"Other investors in Zalando include the Samwer brothers’ Rocket Internet (owning 44%), Holtzbrinck Ventures (13%), Tengelmann Ventures (8%), Investment AB Kinnevik (16%) and DST Global (9%)." Die restlichen 8% hält das Management.

Zuletzt hatte Zalando Anfang des Jahres Juri Milners DST an Bord geholt, das in der Regel als Preistreiber fungiert, um die Latte für die folgenden Bewertungen hochzulegen.

Wie in den letzten Kinnevik-Reports nachzulesen, lässt sich Späteinsteiger DST nicht zuletzt für den Deal "viel Kapital für vergleichsweise wenige Anteile" umfangreiche Vorrechte gegenüber den früheren Investoren zusichern.

Mehr zu DST auch in den "Enthüllungs"-Unterlagen bei Gründerszene

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Samwer Report, Shopboerse

10 replies

  1. Hey Jochen,
    Deiner Logik, warum das einen Börsengang vom Tisch nimmt, kann ich ja ehrlich gesagt nicht so ganz folgen. Ich finde es umgekehrt eher plausibel, dass das Thema nun forciert wird… Wobei ich ehrlicherweise gedacht hätte, dass nicht J.P. Morgan, sondern Goldman Sachs investiert und dann beim IPO unterstützt.
    Gruß
    Joel

  2. eben deshalb sehe ich einen IPO momentan nicht. Mit den Asset Managern an Bord haben sie doch mehr oder weniger direkten Zugriff auf die von diesen betreuten Fonds/Kundengelder und brauchen den Börsengang nicht mehr unbedingt, um an Kapital zu kommen. Das ist zumindest mein Verständnis von dem Deal, er vergrößert die Optionen für Zalando, lass mich aber da gerne eines besseren belehren.

  3. Naja, ich glaube schon, dass hier ein IPO vorbereitet wird. Denn am Ende werden sie die Aktien über den Markt verkaufen müssen, denn die Alt-Investoren laden sich ja mit Zalando immer grössere Klumpenrisiken auf, wenn sie die Kapitalrunden immer mitmachen. Die Investment-Firmen wollen sicherlich nicht längerfristig so ne Sache in den eigenen Büchern haben.

  4. Wie? Und die Börsenanleger sind blöd genug für “so ne Sache”? Was ist denn das für eine Argumentation? Die Alt-Investoren können doch auch ohne Börsengang aussteigen. Jetzt sogar noch leichter als vorher.

  5. Jochen, das ist doch aber jetzt nicht Dein Ernst, oder? Natürlich sind die Börsenanleger zu blöd für die Sache oder wie erklärst Du Dir die Kursverläufe von Facebook, Zynga, Groupon ….

  6. stell dir vor, das ist mein Ernst. Deshalb unterscheiden sich ja excom-Beiträge/Einschätzungen auch substanziell von anderen, die die Verarsche mitmachen.

  7. Ja, das stimmt, ist aber hier nicht der Punkt. Du denkst, dass J.P. Morgan ein strategischer Investor ist, ich glaube das nicht. Es wird immer schwerer, Investoren zu finden, die sich signifikant an Zalando beteiligen bei dieser Bewertung und das Risiko ist ja nicht klein. Das heisst, wenn diejenigen, die zu diesen Bewertungen noch reingehen, einen Schnitt machen wollen, ist es zwingend notwendig, die Pakete zu verkleinern und einer grösseren Anzahl von Investoren anzubieten, und das bedeutet IPO.
    Und natürlich sind am Ende die Börsenkäufer grundsätzlich diejenigen mit dem grössten Risiko oder die Blöden, wie Du sagst.

  8. Ich denke nicht, wie Du denkst, dass ich denke, dass J.P. Morgan ein strategischer Investor ist, sondern ein Zalando-Fürsprecher für seine Klientel.
    Grundsätzlich finde ich es wenig hilfreich, wenn Du Dinge in meine Aussagen hineininterpretierst, die ich weder gesagt, gedacht noch gemeint habe.

  9. Ok, sorry. Fehlintrpretiert, Wie auch immer, ob Fürsprecher oder strategischer Investor, ich glaube, hier wird der IPO vorbereitet, denn anders wird J.P. Morgan seine Klientel wohl kaum davon überzeugen können, bei Zalando einzusteigen. Mit ner Dividende werden sie sicher nicht Werbung machen. Solange Zalando das Wachstum mit Investorengeldern finanziert, ist es quasi ein Schneeballsystem mit der Hoffnung für jeden, noch einen dümmeren zu finden, der einem die Aktien abkauft und das geht natürlich über die Börse wesentlich einfacher als über Verwalter grosser Vermögen, die das sicher ganz genau hinschauen bei der Chance-/Risikoanalyse.

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