ACTA 2012: Die Vielbesteller steigen auf 20% – dank Zalando?

Auf der K5 hat ACTA-Studienleiter Dr. Johannes Schneller vom Allensbach-Institut mit vorläufigen Zahlen schon mal einen ersten Ausblick auf die kommende ACTA-Studie gegeben.

Demnach legt die Zahl der Online-Käufer – nach den Sättigungstendenzen der vergangenen Jahre – 2012 noch einmal ungewöhnlich stark zu – und springt von 69% (2011) auf 74%.

Am dynamischsten entwickeln sich weiter die Vielbesteller, also Online-Käufer, die mindestens 10mal im Jahr bestellen. Die Vielbesteller-Quote in der Bevölkerung steigt demnach von 17% (2011) auf 20% (2012).

Die Mehrfachbesteller (5 bis 9 Käufe) bleiben stabil bei 17%, während die Gelegenheitsbesteller 2012 wieder zulegen – von 30% (2011) auf 32%.

Hier zur besseren Orientierung die entsprechenden Angaben aus der ACTA-Studie 2011 ("Vielbesteller überholen Gelegenheitsbesteller"):

Acta2011

Über die Ursachen für die unerwarteten Sprünge lässt sich nur spekulieren. Es scheint so, als hätte vor allem Zalando mit seiner medialen Präsenz nochmals erheblichen Schwung in den Markt gebracht – und bei der Bevölkerung nicht nur neue Zielgruppen für den Online-Handel erschlossen, sondern auch mitgeholfen, die Kauffrequenz in bestimmten Zielgruppen erheblich zu steigern.

Mit nunmehr 20% wird das Segment der Vielbesteller damit endgültig zum spannendsten Marktsegment für den Online-Handel.

Neues gab es von der ACTA-Studie erstmals auch zum mobilen Markt, der von 1,7 Mio. (2011) auf 4,4 Mio. Shopper (2012) wuchs, größtenteils extrem technikaffine Männer unter 40 Jahren.

Wie Johannes Schneller auf der K5 Konferenz ankündigte, will das Allensbach-Institut in den kommenden Jahren einen besonderen Forschungsschwerpunkt darauf legen, welche Auswirkungen die dramatische Zunahme der Online-Bestellungen auf den stationären Handel hat.

Die ACTA-Studie zählt für uns neben den bvh-Zahlen zu den verlässlichsten Quellen für die Entwicklung des Online-Handels. Die ACTA-Studie 2012 wird am 18. Oktober in München vorgestellt.

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Kategorien:Uncategorized

5 replies

  1. Spannend wäre wenn man dieses Chart mal mit den “Offline-Käufern” vergleichen könnte. Dann würde man sehen, wo sich der Markt hinentwickelt, wenn man den Shift Offline->Online weiter forciert.
    Gefühlt glaube ich wird Offline so aussehen:
    Offline-Käufer: 100%
    -> 10+: 60%
    -> 5-9: 30%
    -> 1-4: 10%

  2. Die Logik erschließt sich mir nicht wirklich. Offline sind doch 100% bei 10+ Käufen im Jahr – und das noch sehr lange, oder? Wer geht nicht mindestens 10mal im Jahr in den Supermarkt?

  3. Richtig Jochen. 10 Bestellungen sind doch Offline ein Witz. Daher finde ich die Skala für Online auch nicht mehr zeitgemäß. Wenn ein Kunde nicht einmal jeden Monat irgendetwas im Internet bestellt, kann das doch kein Vielbesteller sein.
    Als Treiber seh ich weniger Zalando, als weiterhin amazon und ebay, bei denen man gefühlt alles bestellen kann.

  4. Vermutlich sollte man die “Vielbesteller” aktuell eher noch “Häufigbesteller” nennen. 10 Bestellungen im Jahr sind natürlich nicht die Welt – und zeigt eher, wie ausbaufähig der Online-Handel noch ist. Irgendwann macht sicher eine weitere Aufschlüsselung in 25+ und 50+ Bestellungen Sinn.
    Amazon und Ebay sind natürlich wesentliche Treiber, die Frage ist ja aber, was verleiht dem Markt gerade jetzt diesen zusätzlichen Schub, und da fällt mir vor allem (die mediale Wirkung von) Zalando ein.

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