Notebooksbilliger über die Online-Strategien des Wettbewerbs

von Matthias Hell

Notebooksbilliger ist zuversichtlich, in diesem Jahr umsatzseitig die halbe Milliarde Euro zu knacken. Im Interview mit der Zeitschrift Channelpartner bekräftigt Notebooksbilliger-Gründer Arnd von Wedemeyer zudem, dass der Einstieg von ElectronicPartner in Zusammenhang mit der geplanten Sortimentseerweiterung erfolgt und die Verbundgruppe dem Onlinehändler beim Einkauf von Weißer und Brauner Ware helfen soll.

Beschaffungsprobleme durch Vertriebsbeschränkungen – wie sie Redcoon regelmäßig beklagt – sind für von Wedemeyer allerdings eine "Scheindiskussion". Für die Handelspartner zählten in erster Linie der Absatz und die Qualität des Anbieters.

Erfrischend unverblümt äußert sich Arnd von Wedemeyer in dem Interview auch über seine anderen Wettbewerber:

"Trauen Sie es der „Multichannel-Strategie“ von Media-Saturn zu, dem Unternehmen wieder eine neue Relevanz zu verleihen?

Mediamarkt2012

Wedemeyer: Den Online-Ansatz von Media-Saturn habe ich nie verstanden. Angesichts der geringen Anzahl der angebotenen Artikel kann ich mir die Onlineshops von Media Markt und Saturn eher als Service-Ansatz vorstellen, zum Beispiel um Waren zur Abholung vorzubestellen.

Was halten Sie vom Wettbewerber GetGoods und seinem rasanten Wachstum?

Getgoods

Wedemeyer: Ich betrachte GetGoods nicht als klassischen Onlinehändler, sondern eher als eine Trader oder einen Subdistributor, der zusätzlich auch Produkte online listet.

Und Cyberport? Dort steckt man zurzeit viel Energie in den Ausbau des Store-Geschäfts…

Cyberport

Wedemeyer: Das ist eine Strategie, die ich nicht nachvollziehen kann. Denn am Ende des Tages zählt einzig und allein der wirtschaftliche Erfolg.

Und da frage ich mich, ob der Kunde die Store-Strategie von Cyberport honoriert. Denn schließlich würde sich das nur rentieren, wenn durch den höheren Aufwand auch mehr Ertrag entsteht. Das geht aus den Bilanzen von Cyberport aber nicht hervor."

Trotz der Skepsis gegenüber den Multichannel-Ansätzen der Konkurrenz kündigt von Wedemeyer aber den Ausbau des eigenen stationären Geschäfts an: Neben den Notebooksbilliger-Stores in München und Sarstedt sowie der für Anfang 2013 geplanten Filiale in Düsseldorf will der Elektronikversender in Deutschland "sechs bis sieben Standorte" eröffnen.

Hier gehts zum kompletten Interview

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Kategorien:Shopboerse

2 replies

  1. Diese Nerds die MediaMarkt in seiner Kampagne anspricht vergleichen die Preise sowieso online. Nochmal zu betonen, dass MediaMarkt ach so billig ist halte ich für Blödsinn.
    Ich finds so schade, dass MediaMarkt nicht seine Vorteile gegenüber den ganzen Online-Shops ausspielt. Wie “nerdig” wäre es denn wenn auch in MediaMärkten echtes Entertainment ala Werbekampagne geboten würde. Wenn ich die zugegeben coolen Spielereien aus den Spots auch mal in Echt sehen würde. DAS würde die Leute in die Märkte locken und dann den Kaufeffekt zünden.

  2. Ja so richtig Sinn macht die neue Werbemasche bei MediaMarkt nicht. Gerade die ansprochenen Nerds würden sowieso nie bei MediaMarkt kaufen, weil sie wissen das MediaMarkt einfach zu teuer ist.
    Die versuchen auf jung und mondern, sind aber eingestaubt bis zum geht nicht mehr und die angesprochene Zielgruppe kann nur müde über dieses Strampeln lachen.

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