Tengelmann steigt mit 8% beim Shoppingclub Westwing ein

Pünktlich zum erfolgreichen Börsengang von Zulily (siehe auch Zulily IPO: Das Shoppingclub-Modell im Business-Check) hat sich Tengelmann mit 8% an Westwing beteiligt ("Tengelmann steigt ins Online-Geschäft mit Möbeln ein"):

Westwing2012

"Das Mülheimer Unternehmen hat den Shopping-Club Westwing, der Möbel und Deko-Artikel übers Internet vertreibt, mit einem zweistelligen Millionenbetrag ausgestattet.

In dem Shopping-Portal stecken bereits rund 75 Millionen Euro Kapital, zu den bisherigen Geldgebern gehören Rocket Internet – die Investmentfirma der Samwer- Brüder – sowie Holtzbrinck Ventures und der schwedische Investor Kinnevik."

Auch Vente-Privée-Investor Summit Partners ist bei Westwing an Bord, das in diesem Jahr auch die K5 Konferenz eröffnet hat.

2012, im ersten vollen Geschäftsjahr, hat Westwing einen Umsatz von 42 Mio. Euro erzielt. Laut Spiegel sind es aktuell 130 Mio. Euro.

Tengelmann hat etwas länger gebraucht als Holtzbrinck, um sein Brands4Friends-Trauma ("Holtzbrinck, Westwing und der Markt für Shoppingclubs") zu überwinden, kann aber nun hoffen, dass die Rechnung ähnlich aufgeht wie einst bei der 20 Mio. Euro Wette auf Zalando.

Zuletzt war Tengelmann bei Springlane ("Der Online-Shop für Küche & Genuss") eingestiegen, und REWE hatte sich überraschend an Home24 beteiligt.

Wir hatten uns in den Exchanges #26 ("Home24 und das Jahr der Möbel") mit dem Online-Möbelmarkt befasst.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Shopboerse, Vente Privee

  1. Was sich mir bei Westwing nicht erschließt, ist die Generierung der Reichweite.
    Ich habe noch nie großartig Werbung von denen irgendwo gesehen, kenne kaum jemanden, der die Firma kennt, den organischen Traffic der Suchmaschinen ignorieren sie komplett und im Bereich SEM ist auch nicht viel los.
    Anhand der über 100 Tsd. Facebook sieht man natürlich, dass Social dort ein enorm große Rolle spielt, aber selbst dort, habe ich noch nicht viel von Westwing mitbekommen.
    Ich möchte damit keinerlei Kritik an dem Geschäftsmodell üben, mir erschließt es sich nur noch nicht ganz.

  2. Das sind dann aber immer noch über 32 Mio. Euro Umsatz allein in Deutschland.
    Das ist eine Summe, die ich rein vom Gefühl her, nicht erwartet hätte.

  3. Kai, sehr guter Punkt.
    Wenn ich nicht die E-Commerce Szene verfolgen würde, wäre für mich Westwing als Endverbraucher vollkommen unbekannt. zB bei Brands4friends hat man damals immer Freunde gekannt, die dort kaufen, man hat B4F Kartons auf der Straße gesehen, B4F-Einladungen per Mail bekommen…
    Westwing tritt für mich gefühlt gar nicht in Erscheinung.

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