Die Zalando-Macher über ihre Unternehmensphilosophie

„Wenn wir immer darauf gehört hätten, was die anderen gesagt haben, dann wären wir heute noch ein kleiner Schuhladen in der Torstraße.“

Die Zalando-Macher sind gerade zunehmend darum bemüht, ihre Unternehmensphilosophie zu vermitteln und nach innen wie außen zu tragen, worum es ihnen bei Zalando geht.

Im Video erläutern David Schneider, Rubin Ritter und Robert Gentz, wofür Zalando steht:

Mehr Eindrücke – von den Zalando Eigenmarken oder von der Internationalität des Unternehmens – im Youtube-Kanal von Zalando.

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Kategorien:Samwer Report, Shopboerse

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22 replies

  1. Irgendwie peinlich, aber mir fällt grad das erste Mal die Namensähnlichkeit von Zalando und Alando auf :) Zufall?

  2. Danke Jochen! Insgesamt freue ich mich über eine etwas entspanntere Diskussion zum Thema zalando. Wie schon mehrfach erwähnt, fehlt mir die Verbeugung vor der unternehmerischen Leistung! Und diese kann losgelöst von der Höhe der Finanzmittel nicht hoch genug bewertet werden. Zudem drücke ich zalando und dem Finanzplatz Deutschland die Daumen, dass die Jungs einen erfolgreichen IPO hinlegen. Alles andere wäre eine Vollkatastrophe für das finanzielle Ökosystem von Wachstumsfirmen in DE.

  3. Das ist Werbung! Ein Image-Film, sollte von EC auch als solches gekeinnzeichnet sein…

    • aber genau das steht doch da, dass „die Zalando-Macher gerade zunehmend darum bemüht sind, ihre Unternehmensphilosophie zu vermitteln und nach innen wie außen zu tragen“.

      • außerdem ist das Video vergleichsweise authentisch. Zumindest authentischer als so manch öffentlicher Auftritt von ihnen, wo sie ja immer sehr vorsichtig agieren (müssen).

  4. Und ich dachte, dass die Macher von zalando jetzt bei project A sind und sich mit einem Exit an amazonsupply beschäftigen :-)

    So kann man sich irren!

  5. Schon sehr bezeichnend, wie Sie beim Luxus-Essen sitzen während Sie den Großteil Ihrer Mitarbeiter für Minimal-Gehälter und bei gleichzeitiger massiver Überwachung working-pour machen lässt. Irgendwie fällt dann doch auf, das die Gründer von Zalando gegenüber ihrer Mitarbeiter und Führungskräften ín völlig anderen Realitäten leben.

  6. „Mit der Mission (/ˈmɪʃ.ən/) war ja eigentlich das Ziel, dass wir einen Satz formulieren, wo jeder im Unternehmen weiß, das ist unser Ziel und das ist das wofür es Zalando gibt.“

    Junge junge. Was für eine mittelmäßige(n) PR Leiterin / Leiter haben die denn? Das ist ja schlimmste Rumdruckserei. Das ganze Video ist schlimm.

  7. Das Schlimme ist eigentlich, das man nicht weiß, ob man den Herren das alles abkaufen und wie man das interpretieren soll. Aktuell zeigen deren Werte bei denen, die die Arbeit ausführen, dass es bedeutet, Sie sollen die Arbeit einfach machen, egal was es kostet und ob Sie dabei noch Freizeit haben oder nicht.

    Bei manchen Auftritten innerhalb des Unternehmens schaffen Sie ja eine Atmosphäre, wo man meint, dass Sie sich ehrlich bemühen zu vermitteln und zeigen, das Sie auch nur Menschen sind. Dann haben Sie noch ein „Danke“ an die Mitarbeiter und das tolle Team übrig. Das wars dann aber auch. Mehr Geld oder auch mal einen geregelten Arbeitstag, der Freizeit danach ermöglicht bleibt da anschließend nicht mehr.

    Stattdessen wird dann der Spruch: Erst das Team, dann das Ego angeführt. Die Botschaft ist dann klar. Sieh lieber mal zu, das Du die Probleme löst, die Andere unüberlegt ausgelöst haben. Ob Du dann Nachtschichten einlegst … tja … mir doch egal … und dass dann Tag für Tag. Dies kombiniert mit kaum Geld, keine Freizeit und wenig Anerkennung – das macht dann die Stimmung perfekt.

    Sich auf interne Umfragen im Unternehmen zu stützen, bei denen sich niemand traut wirklich negative Kritik (und sei sie noch so sachlich) abzugeben, weil danach sofort Repressionen drohen ist schlicht und ergreifend völliger Hohn. Die Stimmung überall ist sehr negativ. Gegenüber den Chefs traut sich niemand wirkliche Kritik anzubringen, sondern höflich bemüht gute Stimmung zu zeigen obwohl einem völlig anders zu mute ist. Denn es will ja niemand seinen Job riskieren.

    Ihr behandelt die normalen Angestellten in Sachen Denken und Leistung wie Unternehmer. Was Ihr dann vergesst, ist Sie auch wie Unternehmer zu entlohnen. Das bedeutet neben flexiblen Arbeitszeiten auch entsprechende Gehälter. Und da fordert niemand über Spitzenbezahlung. Und keine ungültigen Überstundenklauseln in Arbeitsverträgen, die nicht zuletzt rein rechtlich wie menschlich eine absolute Frechheit sind!

    • Was ist das denn für ein sozialistisches Umverteilungsgesülze ???? „als Unternehmer entlohnen“ würde heißen – Risiko tragen, variable Vergütung und im Zweifel durch die Finger zu schauen wenns nix wird. Zeige mir den deutschen Arbeitnehmer, der das unterschreibt. Außerdem kann man leider Lagerarbeiter nicht mit Führungskräften vergleichen. Die Entscheidung darüber, ob man 27 km am Tag im Lager laufen muss oder im warmen Büro sitzt fällt leider weit früher im Leben als bei der Unterschrift unter den Arbeitsvertrag. Da kann zalando – dieses Mal leider – nix dafür. Und wenn es dort so schlimm ist, warum gehen die Leute dann nicht einfach? Love it, leave it or change it. Anscheinend haben nicht alle diese albtraumartige Sicht auf Ihr Unternehmen oder warum arbeiten da mehrere tausend Menschen? Werden die alle morgens mit der Knarre bedroht … ???!!!

      • Mrs. Nasty. Leider ist hier nicht ausschließlich die Rede von Lagermitarbeitern. Sie scheinen dieses Unternehmen intern nicht sehr gut zu kennen. Und mit Unternehmertum von allen verlangen, damit meine ich die Risiko-Verteilung nicht nur einseitig auf die Arbeitnehmer zu gestalten. Denn hier wird bei Zalando ganz schön getrickst. Befristete Arbeitsverträge. Unbezahlte Überstunden, die man aufgrund der permanenten Zeitnot auch nie wirklich abbauen kann. Ungültig ist die Übertstundenregelung (alles automatisch mich dem mageren Gehalt abgegolten) alle mal. Und nicht zuletzt bei den Gehältern werden die Arbeitnehmer am Verlust des Unternehmens mit beteiligt. Denn die Gehaltsstruktur ist hier im ganzen Unternehmen unterstes Niveau. Und wer garantiert einem, das Zalando beim ersten wirtschaftlichen Erfolg die Gehälter entsprechend anhebt? Seien Sie mir nicht böse, aber wahrscheinlicher ist, das erst einmal die Hälfte der Leute aus dem Unternehmen raus fliegt, weil dort dermaßen ineffizient gearbeitet wird – um überhaupt erst einmal Richtung Schwarze Null zu kommen … Gründung von Betriebsräten werden boykottiert und mit Kündigung gedroht und schikaniert usw. Wenn man sich die Arbeitsbedingungen dort genau ansieht, dann wird einem da also schon sehr schnell klar, das hier Risiken des Unternehmertums an die normalen Angestellten weiter gegeben wird. Denn die arbeiten unter schwierigsten Bedingungen zu niedrigsten Gehältern (selbst die Diplomanten ;-)) und bei der ersten ernst gemeinten Umstrukturierung zugunsten der Wirtschaftlichkeit werden nen Haufen davon dann auch wieder auf die Straße gesetzt werden … Die werden sich dann bedanken und sich fragen wofür Sie sich nachhaltig eigentlich die ganze Zeit so ins Zeugs gelegt und sich alles gefallen lassen haben. Denken Sie da mal bitte in ruhe drüber nach, bevor Sie so pauschalisieren. Danke :-)

  8. Irgendwie lustig – diese Vission/ Mission/ Strategie-Worthülsen habe ich schon bei so einigen Konzernen gehört. Irgendwann wird also auch ein Start-up alt. Wir denken vom Kunden, wollen jeden Tag besser werden, wir arbeiten Gemeinsam an Lösungen (auf Gemeinsam liegt jetzt eigentlich die Betonung)… gähn…
    Toll aber auch der Vergleich: Wir sind schon cooler als die Deutsche Bank!

    • die Frage wäre allerdings, wie sonst soll es gelingen, 8.000 Leute an einem Strang ziehen zu lassen – und das möglichst an dem Richtigen …

      • Ob es die eine Lösung gibt – keine Ahnung :-) Wie viel dieses Mission- Vission Gehabe von oben bewirkt – nach meiner Erfahrung wenig. Denn sie werden idr nicht konsequent gelebt. Wie schauts denn um das Wow-Erlebnis bei Zalando aus? So ziemlich jedes Unternehmen versucht sich am Kunden zu orientieren. Was machen sie da mehr als andere?
        Bsp.: Machen sie Kano-Analysen und entwickeln in jedem Release eine Begeisterungsanforderung auch wenn sie nicht! wirtschaftlich ist?
        Will sagen, wenn die Werte absolut konsequent gelebt und erfahrbar sind, werden sie durch eine Vission/ Mission in wenigen Worten zusammengefasst und artikuliert.

        Oder die angesprochene Fehlerkultur. Da gibt ja viele gute Beispiele, wie man das im Unternehmen fördern kann. Was hat Zalanda da zu bieten?

        Ggf. haben sie ja schon alles und es kommt nicht aus dem Video raus.
        Oder es ist so, dass die Vission erst der Anfang und die Umsetzung jetzt nach und nach entwickelt werden. Solange hängen dann die Plakate in den Büros und Lägern und der Chef fragt regel. die Sätze ab ;-)

  9. @ Frank Müller: Ich verstehe die Opfer-Argumentation leider nur bedingt. Es stimmt, dass mir keine internen Infornationen vorliegen. Dennoch gilt „It takes two to tango“. Wenn es wirklich so schlimm und schrecklich ist, warum arbeiten denn dort noch soviele Leute??? Da fällt mir der Satz von Jens Corssen ein“ Wo ich bin will ich sein, denn alles andere war mir in meiner Vorstellung bisher viel zu teuer.“ http://www.der-selbstentwickler.com/. Aus meiner persönlichen demütigen Erfahrung, ist es fast unmöglich, ein am Markt erfolgreiches Unternehmen gegen die MITarbeiter aufzubauen. Aber wir werden sehen, was passiert. Ich persönlich teile die ganzen Untergangsszenarien bzgl. zalando nicht. Beste Grüße

  10. @Mrs. Nasty: Mögen Sie mit dieser Selbstentwickler-Erkenntnis gesegnet sein. Zu viele sind es nicht. Und das ist dann auch schon der Grund dafür, warum die ganze Sache dann auch so funktioniert, wie Sie funktioniert ;-)

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