Exchanges #67: Wenn der Buy Button hin zum Kunden rückt

Twitter experimentiert mit einem Buy Button in der Timeline. Und Jochen Krisch und Marcel Weiß fragen sich deshalb in den Exchanges, was es für den Online-Handel bedeutet, wenn im Mobile Commerce der Warenkorb mehr und mehr vom Shop hin zum Kunden rückt. Was sind die Aussichten für E-Commerce-Integrationen dieser Art, und inwiefern können sie den Handel nachhaltig verändern?

Dauer: 68 Minuten

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  1. Wie immer schön euch zuzuhören, nur fehlen mir mal wieder die eigenen Alternativen von euch.
    Es wird die Eintönigkeit des E-Commerce (Warenkorb immer gleiche Stelle, alles sieht gleich aus, Supermarkt der Moderne etc) bemängelt, doch kein einziger Vorschlag gemacht, wie es anders aussehen könnte.
    Wie stellt ihr euch das Einkaufen der Zukunft vor ? Wie stellt ihr euch „Online-Shops“ der Zukunft technisch und optisch vor ? Komplett unabhängig von der technischen Realisierbarkeit….

    • in dieser Ausgabe sind wir ja von einem konkreten Szenario ausgegangen – der Buy Button integriert in soziale Plattformen (Twitter, Instagram, Pinterest), aber in den vorherigen Shoptech-Ausgaben (https://soundcloud.com/excitingcommerce/sets/shoptech-updates) haben wir durchaus verdeutlicht, dass wir uns für Online-Shops eine sehr viel stärkere Trennung der Darstellung von der Abwicklung vorstellen, und uns in der Darstellung bewusst eine größere Vielfalt erwarten, was Navigationskonzepte, Kategorisierungsmöglichkeiten, etc. angeht. Ich finde, dass wir da schon vergleichsweise konkret sind.

  2. Dabei vergesst ihr meiner Meinung nach aber, dass der Kunde sich im Social-Bereich bewegt um sich auszutauschen und nicht um einzukaufen. Das ist alles mit dem normalen Leben vergleichbar. Wenn ich in ein Möbelhaus gehe, dann immer mit der Intention, mich über Produkte zu informieren und sie dann meist auch zu kaufen. Somit bin ich mit dem Ziel einer Transaktion dorthin gefahren und führe diese Transaktion, wie es seit Tausenden von Jahren ist, an der Kasse auch durch. Selibes im Online-Bereich. Wenn ich hier nach einem Produkt suche, will ich es dort auch kaufen können und der Prozess dorthin ist derselbe wie im Offlinebereich. Offline hat nur die Vorzüge, dass man viele Spontan- und Adhoc-Käufe durchführt (man kauft in der Stadt und im Supermarkt irgendwie immer mehr ein, als man eigentlich wollte). Dies ist online nur dann gegeben, wenn man auf einen Vollsortimentler wie Amazon trifft. Dafür hat Online den Vorteil, dass sie dir dazugehörige Produkte besser präsentieren können (Cross- und Upselling), dir rechtlich bessere Sicherheiten bieten (Fernabsatzgesetz, kostenlose Retouren etc) und die Preistransparenz gegeben ist.
    Im Social-Bereich wiederum ist die Intention der User eine ganz andere und daher funktionieren solche Dinge wie Buy Buttons, Facebook Ads etc auch nur sehr bedingt.

    Ich finde es irrtierend, wenn ihr dem jetzigen E-Commerce eine 4- bis 5 in Schulnote attestiert, während ihr eine 1 oder 2 noch nicht mal fiktiv darstellen könnt.

    Ganz ehrlich, ich bin mit dem jetzigen E-Commerce absolut zufrieden. Was ich suche und kaufen will, das finde ich in 99% der Fällen online, es wird mir nach ein paar Tagen an die Haustür geliefert und alles ist gut. Was will man also mehr ? Wenn ich wollte, müsste ich nicht mal mehr das Haus verlassen und hätte dennoch alles, was ich zum Leben brauche…

    • wir können das darstellen (siehe oben), nur genügt das ja offenbar den Ansprüchen nicht. Was ich absolut verstehen kann und völlig in Ordnung finde. Wer mit dem heutigen E-Commerce absolut zufrieden ist, der braucht sich darüber ja auch keine Gedanken zu machen. Auch eingefleischte Offline-Shopper finden ihre Shoppingwelt in Ordnung und hätten keinen Online-Handel gebraucht. Es ging und geht ja auch offline bestens. Auch das finde ich eine legitime Einstellung. Persönlich finde ich es einfach spannender, weiterzudenken und mir vorzustellen, wie Online-Handel noch sehr viel besser werden könnte.

    • Interessant. Die Diskussion erinnert mich allerdings an das bekannte Ford-Zitat: ‚If I had asked people what they wanted, they would have said faster horses.‘

  3. Danke für die klasse Ausgabe. Ich schreibe aktuell meine Thesis über Social Commerce. Könnt ihr möglicherweise gute Literatur bezüglich der Produktcharakteristiken im Social Commerce (Tickets habt ihr hier ja schon angesprochen) empfehlen? Vielen Dank im Voraus

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