Wie sich Media Saturn für einen baldigen Verkauf rüstet

Ausverkauf im deutschen Einzelhandel: Wer möchte Thalia, Kaufhof und Media Saturn von der Todesliste holen? Douglas hofft nach dem Verkauf von Christ an die Beteiligungsgesellschaft 3i („3i is investing €214 million in Christ“) nun noch auf einen solventen Käufer für Thalia („Vorsicht, Buchhandel! Wie bei Thalia ein Minus zum Plus wird“).

Und auch die Metro-Gruppe wirft sich PR-seitig gerade mächtig ins Zeug und rüstet sowohl Kaufhof („mit gestärkter Führungsstruktur“) als auch Media Saturn medial für einen baldigen Eigentümerwechsel („Höchste Zeit zum Handeln“):

msh

„Convergenta Invest GmbH (Das Gründerunternehmen von Media Markt) und die Metro AG haben vor Monaten je eine Internationale Investment Großbank beauftragt um eine Lösung im Interesse des Unternehmens Media Saturn sowie der Aktionäre und der Mitarbeiter zu erarbeiten. Diese Ausarbeitung liegt nun den Entscheidungsträgern mit allen Alternativen Möglichkeiten vor.“

Egal wie der Eigentümerstreit ausgeht („Miteigner will Dauer-Streit um Media-Saturn beenden„), geht es für die Metro-Gruppe nun in erster Linie darum, den Preis für Media Saturn zu treiben. Und so sind dann auch PR-Perlen wie diese zu verstehen, die uns nun zunehmend ins Haus stehen:

Angesichts der jüngsten Geschäftszahlen („Bilanz 2013/14: Media Saturn sieht sich an 11 Fronten kämpfen“) und der aktuellen Marktdynamiken („Als selbst der HDE den Hockeystick für den Online-Handel entdeckte“) wäre es zwar höchste Zeit für Filialschließungen.

Stattdessen werden jedoch vornehmlich Maßnahmen angekündigt für Filialen, die der (Online-)Markt demnächst ohnehin nicht mehr braucht. Siehe auch die Exchanges #48 („Last Man Standing“).

Auch wenn die Sun Capitals nun schon mehrfach reingefallen sind („Sun Capital II: Strauss Innovation sucht Schutz vor Gläubigern“) und auch die Karstädte weiter ums Überleben ringen, wird die Verkaufsstrategie der Metro-Gruppe natürlich aufgehen.

Denn zum großen Glück für Media Saturn & Co. ist die Finanzbranche in Online-Dingen noch unbeleckter als der Handel und blättert lieber weiter Milliarden für Ladenhüter-Konzepte hin als das Kapital dem Online-Markt zur Verfügung zu stellen („Exchanges #36: Wie kommt der E-Commerce ans große Geld?“).

Abgesehen von ein paar wenigen Ausnahmen („Extreme #4: Die Börsenmilliarden und die Folgen für die Branche“) natürlich, die aber vor allem die Regel bestätigen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Elektronikhandel, Shopboerse

  1. Convergenta Invest GmbH (Das Gründerunternehmen von Media Markt)
    woher habt ihr diese information, vollkommen falsch.

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