About You ist das Exciting Commerce Startup des Jahres 2014

Nachdem wir 2013 mangels Klasse pausieren mussten, können wir für 2014 wieder ein mehr als würdiges Exciting Commerce Startup des Jahres küren, das als Innovationstreiber in die Fußstapfen von Seedmatch, Auctionata & Co. tritt.

About You hat in diesem Jahr auf technischer wie auf konzeptioneller Ebene verdeutlicht, dass im Online-Handel das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht ist und wie ein Gegenentwurf zu Amazon und Zalando aussehen kann.

Auf der K5 Konferenz hat sich About You deshalb schon entsprechend ausgiebig präsentiert und der Branche gezeigt („Neue Zugänge: About You benennt seine App-Welt um in Inspiration“), wohin die Reise für den Online-Handel gehen kann („Wie About You den Usern ihre persönlichen Streams verkaufen will“).

Hier zur Feier des Tages nochmals die komplette K5 Keynote-Session mit Tarek Müller:

About You war seit dem Start im Mai großes Thema bei Exciting Commerce und hat deshalb auch eine eigene Rubrik mit allen bisherigen Beiträgen.

Über die konzeptionellen Aspekte hatten wir ausführlich in den Exchanges #49 („About You, Collins und das Otto der nächsten Generationen“) gesprochen.

Und auch zu den technologischen Aspekte gibt es bereits eine Reihe von sehens- und hörenswerten Sessions mit Sebastian Betz:

Herzlichen Glückwunsch und vielen Dank an das Team für eines der faszinierendsten E-Commerce-Konzepte seit langem! Wir sind sehr gespannt, was aus About You in den kommenden Jahren wird.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Collins, exceed, Exciting Commerce

36 replies

  1. Glückwunsch an AboutYou!

    Jochen, wird es denn auch die anderen Sessions der K5 noch in Videoform geben? Fände ich spannend :)

  2. Hi Jochen,

    danke für die Auszeichnung. Das freut und ehrt uns natürlich sehr :)

    Da ich jetzt schon vier E-Mails im Postfach habe mit der Frage nach den Slides, hab ich die mal bei Slideshare hochgeladen: http://de.slideshare.net/skuuzi/prsentation-bei-der-k5-konferenz-am-18092014

    Eine kleine Korrektur: Bei den Klickpreise im Kontext Google/Facebook spreche ich von 0,10€ pro Klick im Vortrag. Da meinte ich natürlich 1€ pro Klick im Durchschnitt. 10 Cent wären ja schön, dann wäre es auch profitabel :)

    Grüße,
    Tarek

  3. AboutYou hat gewiss einen fulminanten Start hingelegt. Aber dieses Unternehmen als „Startup“ zu bezeichnen, halte ich doch schon für reichlich kühn. Dieses Projekt wächst und gedeiht im schützenden Schoß des Otto-Konzerns. Echte StartUps sind in der freien Wildbahn gegründete Unternehmen. Wer AboutYou für ein Startup hält, hält auch Paris Hilton für eine Selfmade-Millionärin. ;-)

  4. Reine Definitionssache. Für viele Leute sind Startups „junge, noch nicht etablierte Unternehmen, die zur Verwirklichung einer innovativen Geschäftsidee (häufig in den Bereichen Electronic Business, Kommunikationstechnologie oder Life Sciences) mit geringem Startkapital gegründet werden und i.d.R. sehr früh zur Ausweitung ihrer Geschäfte und Stärkung ihrer Kapitalbasis entweder auf den Erhalt von Venture-Capital bzw. Seed Capital (evtl. auch durch Business Angels) oder auf einen Börsengang (IPO) angewiesen sind.
    Quelle: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/start-up-unternehmen.html

    Wikipedia ist nicht die letzte Weisheit was Definitionen angeht und ich glaube, dass die Mehrheit der Bevölkerung eine Unternehmen als Start-Up interpretiert, welches jung, innovativ und mit wenig Kapital gegründet wurde.

    • Ich persönlich finde auch die Startup-Definition vom Gabler Wirtschaftslexikon ziemlich treffend: „junges, noch nicht etabliertes Unternehmen mit geringem Startkapital“. Da repräsentiert AboutYou eher das Gegenteil: Eine Projekt-Ausgründung aus einem alten Handels-Schlachtrosses mit dicker Geldbörse.

      Und man verstehe meinen Einwurf bitte nicht falsch: Ich halte AboutYou sehr wohl für eine solide Erfolgsgeschichte. Lediglich das Etikett „Startup“ passt nicht so richtig.

      • Dann wären die Rocket & Project A Unternehmen aber erst recht keine Startups. About You ist, bis auf das Kapital, ja komplett eigenständig in Sachen Technologie, Logistik, Marketing, Ware etc. und greift auf nichts von Otto zurück.
        Das trifft auf Rocket Unternehmen nicht zu, trotzdem sagt bei rocket Firmen ja auch niemand, dass es keine Startups sind. Und das ist auch richtig. Ein e-Commerce Startup kann man heutzutage nicht mehr mit wenig Kapital Gründen. Insofern gäbe es nach der o.g. Definition gar keine Handels-Startups mehr, sofern sich das am Startkapital festmacht. Ich denke die Wikipedia Definition ist daher deutlich sinnvoller.

        Naja, ist ja letztendlich auch egal. About You ist ein durchdachtes Konzept, dass sehr gut umgesetzt ist. Würden die Kapital suchen, würde sich vermutlich spätestens jetzt jeder Investor die Hände danach lecken. Egal ob Startup oder nicht.

      • Aus meiner Sicht kommt es immer auch auf die Eigentümer an, ob man Firma ein Startup nennen kann. Eine junge Firma mit einem Konzern als beherrschendem (Allein-)Eigentümer ist in meinen Augen kein Startup. Ansonsten müsste man ja auch bei Eurowings als Lufthansa- Tochter von einem Startup reden. Oder von Smart als Daimler-Tochter.

        Bei AboutYou könnte doch der Otto Vorstand jederzeit den Schalter umlegen und die Firma sofort vollständig als Unterabteilung in den Otto-Konzern integrieren. Kennzeichen echter Startups ist es meines Erachtens, dass sie eigenständig in freier Wildbahn agieren und keinen Konzern im Rücken haben, der sie sofort annehmen würde/könnte.

        Rocket ist kein Konzern mit zentral organisierten Strukturen, wie wir sie bei Otto finden. Rocket ist mehr ein lose zusammengewürfelter Haufen kleiner Firmen ohne zentrale Konzernstruktur. Selbst, wenn sie es wollte, könnte keine Firma aus dem Rocket Reich beispielsweise auf einen Zentraleinkauf, eine zentrale Personalabteilung oder eine zentrale Finanzabteilung zugreifen. Ich denke, dass AboutYou dagegen jederzeit auf Zentralfunktionen von Otto zugreifen könnte, man AboutYou es wollte.

      • Oder um es noch mit einem Bild zu verdeutlichen: Ein Startup ist wie ein junger Mensch, der zum Studieren in eine andere Stadt zieht. Mit eigener Wohnung, mit eigener Waschmaschine, mit eigenem Leben und mit begrenztem Geld. AboutYou ist dagegen wie ein Student, der die Souterrain-Wohnung im Einfamilienhaus seiner Eltern bezieht. Ist der eigene Kühlschrank leer, kann man schnell mal „hoch zu Muttern“. Und ob AboutYou vielleicht sogar seine Wäsche von Muttern waschen lässt, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

        Rocket könnte man als Betreiber eines Studentenwohnheims betrachten, der Buden an hoffnungsvolle Studenten vermietet und ihnen bei der einen oder anderen Sache durchs Leben hilft.

  5. @christian: Ich denke da hast du falsche Informationen. Rocket ist deutlich zentraler organisiert als otto und beherrscht die Tochterfirmen ebenfalls, eben weil sehr viel aus der Zentrale kommt.

    • Ich verstehe Rocket so, dass dort von zentraler Stelle Tools (z.B. Shop-System, CRM etc.) und Know-how (z.B. SEO, SEA etc.) bereitgestellt werden und dass die Töchterfirmen dann damit schon ein Stück weit als autonome Einheit arbeiten können.

      Ich kann mir kaum vorstellen, dass bei Rocket einen Zentraleinkauf gibt, der für alle Tochterfirmen die Ware beschafft. Und gibt es tatsächlich auch solche Funktionen wie eine zentrale Personalabteilung, die für alle Tochterfirmen Personal rekrutiert? Oder eine zentrale Buchhaltung, die für alle Mitarbeiter die Gehaltsabrechnung übernimmt. Ich denke, dass es solche Funktionen aber sehr wohl im Otto-Konzern gibt und dass AboutYou sicherlich auch einige solcher zentralen Services nutzt. So denke ich nicht, dass AboutYou seine Lohnabrechnungen selbst macht oder vom Steuerbüro Köster in Hamburg-Horn erledigen lässt.

      • Soweit ich weiß, gibt es bei otto keinen Zentraleinkauf. Das Recruiting / Personalmanagement läuft definitiv nicht zentral. Buchhaltung weiß ich nicht, ich vermute mal, dass sowohl bei OTTO als auch Rocket die Buchhaltung dezentral läuft, der Abschluss aber als Konzernabschluss zentral erstellt wird.

        Aber sei es drum, du hast es ja selbst gesagt. Bei Rocket kommen Technologie, CRM, Marketing usw aus der Zentrale. Genau das sind die hebelnden Dinge, nicht so was wie die Buchhaltung. Das ist ja auch das Konzept von Inkubatoren, die geschäftskritischen Faktoren zentral allen Firmen zur Verfügung zu stellen, zentral zu unterstützen und zentral diese Dinge weiter zu entwickeln. Rocket hat übrigens eher zentrale personalmanagement Strukturen und baut zentral das Controlling / Finance auf, geht also noch weiter als von dir beschrieben und wäre nach der o.g. Definition definitiv weniger Startup als die otto Firmen, die komplett auf sich gestellt sind und eben gerade die wichtigen und komplizierten Dinge wie Technologie, Marketing etc selbst aufbauen müssen und das nicht wie bei rocket einfach in den Schoß gelegt bekommen.

      • Vielen Dank für Deine ausführlichen Ausführungen. Zumindest, was den Zentraleinkauf angeht, gibt es bei Otto gesicherte Erkenntnisse: „Die Hermes-OTTO International Gruppe ist die zentrale Einkaufsgesellschaft der Otto Group. Sie beschafft Waren aus den wichtigsten Märkten weltweit.“ (Quelle: http://www.ottogroup.com/de/die-otto-group/daten-und-fakten/segmente/service.php ) Mehr zu Hermes-OTTO International findet man hier: http://www.ottogroup.com/de/die-otto-group/konzernfirmen/hermes-otto-international.php

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