Windeln.de kauft Bebitus und holt 7 Mio. € Umsatz für 5 Mio. € Invest

Kann Windeln.de seine Umsätze schon 2015 von 100 Mio. Euro auf 200 Mio. Euro verdoppeln? Es bleibt weiter eindrucksvoll, wie konsequent Windeln.de seinen Wachstumskurs fortsetzt und nicht zuletzt durch Übernahmen wächst – Übernahmen zu vergleichsweise überschaubaren Bewertungen („windeln.de übernimmt spanischen Onlineshop „bebitus““):

bebitus

„Die Umsatzerlöse von bebitus lagen im Jahr 2014 bei rund sieben Millionen Euro, von denen der Hauptteil in Spanien erzielt wurde. Für 2015 wird ein Umsatz von rund 15 Millionen Euro erwartet.

Der Kaufpreis, der nach erfolgreichem Abschluss der Transaktion in bar an die Anteilseigner von bebitus zu zahlen ist, beträgt rund fünf Millionen Euro.

Darüber hinaus haben sich die Parteien auf erfolgsabhängige zusätzliche Kaufpreiszahlungen geeinigt, die von der Erreichung bestimmter Umsatzziele von bebitus bis zum Jahr 2017 abhängen.

Sollte bebitus beispielsweise bis 2017 ein jährliches Umsatzwachstum von rund 75 % erreichen, betrüge der Gesamtkaufpreis etwa das 0,8-fache des Umsatzes von bebitus für 2017.

Der Großteil der erfolgsabhängigen Kaufpreiszahlungen erfolgt durch die Ausgabe neuer Aktien der windeln.de AG aus dem genehmigten Kapital.“

Die zugehörige Pressemitteilung als PDF.

Bei Windeln.de ist und bleibt die alles entscheidende Frage sein, ob das Geschäftsmodell im Kern funktioniert und ob es sich international entsprechend replizieren lässt.

Aktuell spricht mehr dafür als dagegen („Exchanges #94: Windeln.de unter der Lupe„). Deshalb ist Windeln.de inzwischen auch Teil des K5 Depots („Das K5 Depot wächst – nach starken Halbjahresergebnissen – auf +24%„).

Auf der K5 Konferenz am 10./11. September wird Alexander Brand in gewohnter Manier Auskunft geben über seine Erfahrungen mit dem frühen Börsengang, die Strategie und das weiterhin enorme Wachstumstempo.

Inzwischen verkauft auch dm online. Und auch zu Babymarkt („Babymarkt.de wächst 2014 um 16,5% – nach 46,5% im Vorjahr„) sowie zu Baby Walz & Co. („Noch mehr Offliner unter Druck„) gab es unlängst Updates.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food, Shopboerse

9 replies

  1. Ja langsam wird die Aktie wieder interessant. Siehe auch diese Analyse dazu: http://www.investresearch.net/windeln-de-aktienanalyse/

  2. Guter Deal aus Verkäufersicht. Man sieht hier auch ein Problem des fehlenden generischen Markennamens. Durch die internationale Expansion entsteht ein Flickenteppich an Domains. Zooplus hat es da besser gelöst. Überhaupt lohnt ein Vergleich Zooplus – Windeln.de, es gibt viele Parallelen (margenschwache Produkte, externe Logistik, hohe Wiederkäuferrate) und ein paar auffallende Unterscheide, wie z.B. das KursUmsatzVerhältnis, danach ist Windeln.de krass überbewertet.

  3. >Sollte bebitus beispielsweise bis 2017 ein jährliches Umsatzwachstum von rund 75 % erreichen, betrüge der Gesamtkaufpreis etwa das 0,8-fache des Umsatzes von bebitus für 2017.

    Das nenne ich mal einen tollen Deal für die Verkäufer. Wenn sie es schaffen, durch überbordende Marketing-Ausgaben den Umsatz auf 50 Mio. zu prügeln, bekommen sie statt 5 Mio. einfach 40 Mio.
    Wenn das das einzige Kriterium für den Earn-out ist, muss man sagen, Hut ab.

    • Ja, genau das ist das Problem, wenn man einen Kauf/Verkauf nur anhand des Umsatzes bewertet ;-) Ich würde eher sagen, dass der Verkaufspreis im Gegensatz zum Umsatz nur deshalb so niedrig war, weil die Betreiber mit dem Shop bisher nicht viel verdient haben, und auch in naher Zukunft nicht erwartet haben, dass sich das so schnell ändern wird.
      Ansonsten macht ein Verkauf zum 0,8fachen wenig Sinn – außer es gibt persönliche Gründe, die ich aber mal ausschließe -.

  4. Kann den Vorredner nur beipflichten. Wenn der Deal wirklich so simpel gestrickt ist und Windeln.de operativ keine Möglichkeit hat, das Wachstum zu steuern, sollte man spätestens jetzt die Aktie short gehen.

    Was das Branding betrifft, hat Windeln.de wirklich alles verpennt. Eigentlich hätten sie analog zu Home24 und Wayfair schon lange vor dem Börsengang ein Rebranding machen sollen. So müssen sie in jedem Land mühsam eine neue Marke aufbauen und haben null Skaleneffekte.

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