Für Hellofresh hat der geplatzte Börsengang kaum Folgen

Ist Hellofresh das nächste Zalando – oder das nächste Groupon? Gestern gab es ein Kennzahlen-Update von Rocket Internet nach dem geplatzten Börsengang, das eine Quartalssicht erlaubt:

Hellofresh9M2015

Demnach hat Hellofresh im 3. Quartal richtig „Gas gegeben“ – und die EBITDA-Verluste in nur einem Quartal um 31,6 Mio. Euro nach oben gefahren.

Im selben Zeitraum wurden knapp 129.000 zusätzliche Abonnenten gewonnen. Grob überschlagen entspricht das 245 Euro pro zusätzlichem Abonnenten (siehe auch Hellofresh: Gewonnene Kunden rechnen sich nach 2 Quartalen).

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Im Wesentlichen wurde das eingesetzte Kapital für das US-Geschäft verwendet („Hellofresh sichert sich großes Kühllager bei San Francisco„), wo Hellofresh mittlerweile 3 Lagerstandorte betreibt.

Es lässt sich allerdings ausrechnen, wie lange die am 30.9. verbliebene Cash-Position von 81 Mio. Euro bei so einem Tempo noch ausreichen wird.

Noch nicht enthalten sind in dem Wert die jüngsten 75 Mio. Euro von Baillie Gifford, die erst im Oktober wirksam wurden.

Entsprechend kann Hellofresh bis auf weiteres einen ähnlichen Kurs fahren wie Home24 („Home24 holt sich als AG 120 Mio. € – ganz ohne Börsengang„) und das aktuelle Tempo – auch ohne Börsengang – noch bis Ende 2016 durchhalten.

Mit den Ambitionen von Hellofresh hatten wir uns ausführlich in den Exchanges #109 („Wie Hellofresh den Food-Markt knacken will„) befasst.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food, Samwer Report, Shopboerse

6 replies

  1. „Grob überschlagen entspricht das 245 Euro pro zusätzlichem Abonnenten“ – Klingt nach einem nachhaltigen Geschäftsmodell ;) #yolo

  2. @Max: Klingt nach einem sinnlosen Kommentar :-P
    Wenn ein Abonnent z.B. zwei Jahre dabei bleibt, sind das 10€ pro Monat. Das wären ca. 1€ pro Mahlzeit. Finde ich gar nicht so schlimm…

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