Wie sich die Dash Buttons für Amazon rechnen

Welch enorme Anstrengungen Amazon unternimmt, um für seine neuen Angebote und Services ausgeklügelte Erlösmodelle zu finden, gab es kürzlich bereits in der Jason & Scot Show aus erster Hand zu hören („Amazon-Insights von Mondelez zur Online-Foodbranche“). Die Dash Buttons sind dabei ein gutes Beispiel dafür („Amazon zieht die Dash Buttons dem Amazon Dash vor“).

Hat doch unlängst das Wall Street Journal die Erlösströme für die Dash Buttons enthüllt, hier in der Wiedergabe von t3n („Preise aufgetaucht: Das kostet Amazons Dash-Button die Hersteller“), die zeigen, wie Amazon sein Ziel erreicht, den (Prime-)Kunden einen weiteren bequemen, aber kostengünstigen Service anzubieten.

amazondashde

So bekommen (Prime-)Kunden die Dash Buttons gratis (der Kaufpreis von 4,99 Euro wird bei der ersten Bestellung rückerstattet) und bezahlen bei ihren Nachbestellungen auch keinerlei Versandgebühren.

Stattdessen sponsern die Markenhersteller den Dash-Button selber mit 15 Dollar pro verkauftem Exemplar und beteiligen sich pro Bestellung zudem mit einem (Versandkosten-)Zuschuss von 25% vom Verkaufspreis.

Damit hat Amazon all seine Ziele erreicht, muss selber kaum draufzahlen, und auch für die Hersteller dürfte es kein so schlechter Deal sein („Amazon lanciert die Dash Buttons in Deutschland – 10 strategische Erfolgsfaktoren dazu“).

Amazon und die (Marken-)Hersteller – das ist ein zweischneidiges Schwert („Wie Amazon mit Marken und Herstellern umspringt“). Doch letztlich belohnen Marken und Hersteller seit jeher die (Online-)Händler, die ihre Kundschaft am besten bedienen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Amazon, Food

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7 replies

  1. Wenn die Dinger ein Erfolg werden, wird der Einzelhandel bei den Herstellern massiv anklopfen, ich weiss nämlich nicht, ob die Hersteller z.B. Aldi Beihilfen für deren Infrastruktur zahlen. Wenn nicht, wäre das eine massive Wettbewerbsverzerrung zugunsten Amazons. Ich glaube, die Aldis und Edekas werden sich das sehr genau anschauen.

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