Wie konnte Wonderbly mit Büchern auf 100 Mio. wachsen?

Passend zur Frankfurter Buchmesse hat das Buchverlags-Startup Wonderbly heute beim Portfolio-Tag von Project A Ventures eindrucksvolle Zahlen vorgelegt: Bei Umsätzen von 100 Mio. sieht sich Wonderbly mittlerweile mit seinen personalisierten Kinderbüchern.

Im ersten Moment reibt man sich die Augen. Selbst herkömmliche Buchverlage dringen nur selten in derlei Umsatzdimensionen vor.

Doch ein Blick ins Handelsregister bestätigt: Wonderbly ist bereits in den ersten Jahren von 9 Mio. Pfund (2014/15) auf 19,4 Mio. Pfund (2015/16) gewachsen. Und hat sein Angebot inzwischen erheblich erweitert.

Dabei vertreibt Wonderbly seine Bücher nicht über Amazon und den Buchhandel, sondern direkt („What do we know about who buys our books?“). Gedruckt und ausgeliefert werde an 15 Standorten weltweit.

Wie Gründer Asi Sharabi gegenüber Exciting Commerce erklärt, war Facebook der große Wachstumstreiber der ersten Jahre. Doch Facebook rechnet sich inzwischen nicht mehr. Und so muss Wonderbly neue Vermarktungsmöglichkeiten finden.

Nicht zuletzt deshalb sind mittlerweile strategische Partner wie Project A Ventures oder neuerdings auch Ravensburger als Investoren mit an Bord („Wonderbly erhält $8,5 Mio. von Ravensburger und Project A“).

Lesenswerte Einblicke aus der Welt von Wonderbly auch im Backstage Blog.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Buchhandel, Shopboerse

5 replies

  1. Verständnisfrage: sind die Umsätze von 9 Mio (14/15) über 19,4 Mio (15/16) jetzt sprunghaft auf 100 Mio (16/17?) angewachsen?

    • Nein, 16/17 dürfte sich Wonderbly weiter verdoppelt haben. Inzwischen ist bereits die Hälfte von 17/18 um. Bei den 100m dürfte es sich eher um einen laufenden Zwölfmonatswert handeln. Ging mir hier auch weniger um die 100m, als um die Dynamik, die ich komplett unterschätzt habe/hätte …

      • Das zeigt mal wieder sehr deutlich, dass man in einem von Amazon dominierten Markt sehr erfolgreich sein kann, wenn man nur etwas anbietet, was Amazon nicht so leicht kopieren / anbieten kann bzw. auch andere Marktplatzteilnehmer nicht.

  2. @Jochen, hast Du noch mehr Infos bzgl. der Marketingstrategie? Es ist ja ein Produkt ohne generische Nachfrage, der Bedarf muss also erst impliziert werden. Grade jetzt, wo sich Facebook lt. Deiner Aussage für Wonderbly nicht mehr rechnet… Hast Du dazu mehr Input, Ideen?

    • konkrete Infos habe ich nicht (der Gründer musste relativ schnell weg), aber viel kann/könnte auch über Empfehlungen laufen, denke ich. Sie machen allerdings schon eine ganze Weile auch TV-Werbung: https://www.youtube.com/channel/UCWlvr8PoFrslzpSmTi1BNYg/videos

      Für mich klang es eher so, dass sie ständig auf der Suche nach neuen Vermarktungsmodellen sind.

      In jedem Fall aber faszinierend, wie weit sie Facebook (bis vor zwei Jahren) gebracht hat. Es lohnt sich jedenfalls deren Blogposts und Interviews zu verfolgen (habe ich zum Teil verlinkt). Es ist ja nicht nur das Vermarktungsmodell, dass sie spannend macht.

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