Bekommt Hellofresh Blue Apron – oder jemand anderes?

2017 war ein großes Jahr für Hellofresh („Hellofresh mit der ersten Präsentation nach dem Börsengang“). Doch 2018 könnte Hellofresh so richtig von der Blue Apron Schwäche profitieren („Blue Apron feuert Chef“) und sich neben seinen globalen Ansprüchen die dauerhafte Marktführerschaft in den USA sichern.

Über die Nachhaltigkeit des operativen Geschäfts kann man durchaus geteilter Meinung sein („Crossover Exchanges #6: HelloFresh und der ewige Kampf um die Kunden“). Doch in strategischer Hinsicht hat Hellofresh nach der unerwarteten Schwäche von Blue Apron nun die Möglichkeit, auf dem entscheidenden US-Markt klare Verhältnisse zu schaffen.

Denn ob Blue Apron aus eigener Kraft noch einmal die Kurve kriegt, ist angesichts der beschränkten finanziellen Möglichkeiten mehr als fraglich. Deshalb wird es aktuell vor allem als Übernahmekandidat gehandelt.

Doch wer würde Blue Apron in seiner aktuellen Verfassung übernehmen wollen? Und wer würde nochmal so richtig Geld in die Hand nehmen wollen, um das Wachstum wieder anzukurbeln?

Sinnvoller wäre daher ein Zusammengehen mit Hellofresh. Aktuell ist Hellofresh an der Börse dreimal so hoch bewertet wie Blue Apron. Hellofresh könnte sich also bei einer Übernahme hypothetisch eine Dreiviertelmehrheit am gemeinsamen Unternehmen sichern. Man kann gespannt sein, ob Hellofresh so ein Coup gelingen kann.

Für Hellofresh selber bleibt nach dem Börsengang die spannendste Frage, was Rocket Internet mit seinen Anteilen von knapp 49% vorhat. Steigt es schnellstmöglich aus wie bei Delivery Hero („Die Naspers-Reise im globalen Online-Handel“) oder bleibt es weiter an Bord?

So wirklich kann man das bei Rocket Internet nie wissen („Rocket Internet enthüllt seine neue Zukunftsstrategie als VC“). Siehe auch die Exchanges #188 („Kurswechsel bei Rocket Internet und ProSiebenSat.1“)

Mehr zu den Perspektiven für Hellofresh auch in den jüngsten Crossover Exchanges #6 („Hellofresh und der ewige Kampf um die Kunden“).

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Food, Samwer Report, Shopboerse

1 Antwort

  1. Minus und Minus ergibt nicht immer Plus.
    Ein unwirtschaftliches Geschäftsmodell wird durch Vergrößerung nicht zwangsläufig besser.

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