Und was wurde eigentlich aus Wish 2018/19?

Bei wenigen Unternehmen stehen derzeit die Marktbedeutung und die mediale Berichterstattung in so krassem Missverhältnis wie bei Wish. Von Wish selber hört man so gut wie gar nichts, außer wenn es ums Employer-Branding geht.

Demnach bedient Wish aktuell 350 Mio. Kunden mit nur 400 Mitarbeitern (vgl. Ebay will seine Nutzer auf 500 Mio. verdreifachen – aber wie?). Und mit täglich 3 Millionen verschickten Produkten soll sich der Umsatz 2018 auf 2 Mrd. Dollar verdoppelt haben.

Aufhorchen lässt gerade die Suche nach einem External Reporting Manager, der Wish im Reporting fit machen soll für einen potenziellen Börsengang („Develop, implement and maintain systems, procedures and policies to support the possibility of a public filing“).

Wish ist im Online-Shopping vor allem eine mobile Macht, und zwar nicht nur bei den Downloads, sondern auch bei der Nutzung:

Getriggert wird das durch ein Anreizsystem, das die häufige Nutzung der Wish-App belohnt sowie ein Bonusprogramm und Wish Cash. Entsprechend würde man sich wünschen, dass 2019 über diese Aspekte erheblich mehr berichtet wird.

Denn Wish ist aktuell der einzige E-Commerce-Player aus dem Westen, der es in Sachen Mobile Shopping mit den Chinesen aufnehmen kann. Und es dürfte klar sein, dass Wish auf Dauer kein Billigheimer bleiben wird („Wie sich Wish europäischen Marktplatzhändlern präsentiert“).

Ausführlich haben wir uns mit Wish auch in den Crossover Exchanges #8 befasst.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Mobile, Shopboerse

  1. Wish verkauft China Produkte mit unrealistischen UVP Preisen.
    Die Rabatte scheinen traumhaft, aber im Grunde ist es Kundenverarsche.

    • Bei Wish würde mich mal brennend interessieren, welche Wiederkaufraten die wirklich haben, und wie viel wirklich organischen traffic sie haben. Die Produkte sind weitestgehend billiger Schrott, und nur deshalb billig, weil auf jegliche Produktionsstandards und produktsicherheit gepfiffen wird. Auch der gutmütigste Kunde wird nach der 2./3. Bestellung sich an den alten Merksatz erinnern, dass, derjenige, der billig kauft, letztlich zweimal kauft.

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