Wenn DHL Amazon Logistics mit Lieferfahrzeugen ausstattet

Wenn man DHL etwas nicht vorwerfen kann, dann, dass es dem Wettbewerb groß Steine in den Weg legen würde. So will DHL jetzt auch Amazon Logistics mit seinen StreetScootern versorgen:

„Aachener E-Nutzfahrzeughersteller kooperiert mit Amazon und liefert 40 StreetScooter WORK Box sowie 60 Ladestationen.

Die Elektrotransporter sollen für die Lieferung an Kunden in München auf der letzten Meile eingesetzt werden.“

Zugleich zeigt Amazon heute schon mal, wie es sich seine Logistikzukunft vorstellt („Amazon strebt eine Führungsrolle bei der Nachhaltigkeit auf der letzten Meile an“):

„Dies ist der Anfang. Wir haben bereits 200 weitere Elektro-Fahrzeuge bestellt, die Anfang 2020 in Deutschland auf die Straße kommen sollen, und mit unserer weltweiten Bestellung von 100.000 Fahrzeugen bei Rivian werden wir unsere Größenordnung und Erfindungskultur auf dem Weg zu einer grünen Flotte weiter nutzen.“

Angreifen will Amazon auf der letzten Meile auch bei den Abholstationen. Geleitet wird Amazon Logistics in Deutschland künftig vom bisherigen Logistikchef aus England.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Amazon, Logistik

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  1. Wenn Amazon bis 2030 weltweit insgesamt 100.000 Lieferfahrzeuge des Herstellers Rivian an den Start bringen will, dann wird eine Weigerung der DHL, den Konzern mit 40 Streetscooter-Fahrzeugen zu versorgen, maximal für eine Headline taugen.

    Gleichzeitig kann man die Vorgehensweise auch aus anderer Perspektive betrachten: wenn die DHL den geforderten Logistikleistungen nicht nachkommen kann und Amazon sich selbst um eine Lösung kümmert, warum dann nicht an dem Teil des Prozesses partizipieren, der seitens DHL bedienbar ist?

    Wenn die DHL für sich den Markt elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge identifiziert hat, warum soll sie dieses Feld nicht bespielen? Jahrunderte sind Brief- und Pakettransport zentral organisiert worden. In den letzten Jahrzenten hat sich der Markt verändert: neue Regeln, neue Spieler, weniger Briefe, mehr Pakete. Das hat auch zwangsläufig Auswirkungen auf die beteiligten Unternehmen. Ich kann mich zwischen zwei Optionen entscheiden: ich lass mich treiben und betreibe „business as usual“ oder ich reagiere und passe mich an. Was passiert, wenn man dem ersten Weg folgt, lässt sich unter dem Stichwort „Nokia“ googeln.

    Insofern ist es nur konsequent, dass DHL sich dem Markt anpasst und weiterentwickelt. Mal ganz davon abgesehen, sprechen wir auch nicht mehr von der klassischen Briefpost sondern von einem weltweit agierenden Logistikunternehmen. Natürlich gibt es ausreichend andere Dinge, für man die DHL kritisieren kann, aber an dieser Stelle sehe ich das eher schwierig.

  2. Wenn Du hier einmal das falsche Firmenlogo hast, ist alles, was Du machst schlecht.
    Oder umgekehrt. ;-)

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