Exchanges #245: Mobile Payment goes Shopping

Ist Alipay das Einfalltor nach Europa für Alibaba? Baut Paypal mit Venmo & Co. eine neue Shoppingwelt? Arbeitet sich Klarna mit Smoooth Shopping in das Herz des Onlinehandels vor? Jochen Krisch und Marcel Weiß schauen in den neuesten Exchanges auf die Ambitionen und Potenziale der Paymentanbieter im mobilen Onlinehandel.

Dauer: 61 Minuten

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Kategorien:exchanges, Mobile

  1. Hallo Jochen,

    vielleicht betreibe ich ein bisschen Kaffeesatzlesen, aber ich meine, folgendes bei Dir (durch)gehört zu haben:

    Ich glaube es war in dieser Folge, dass Händler (nicht zum ersten Mal) vorgeworfen hast, dass sie durch die Bank weg zu langweilig wären und nur Produkte und einen Checkout anbieten und wenig Innovatives bringen: Services aber auch Content. Das klingt nach eine spannendem User-Erlebnis, wo man *auch* was kaufen (oder sonst wie konvertieren) kann.

    Aber keine 2 Minuten davon entfernt sprichst Du Instagram u.ä. ernsthafte Commerce-Chancen ab, weil sie eine Content- oder Social-Plattformen sind, wo Commerce nur ein Anteil ist, und nicht der Kern. Wenn Du (s.o.) die Paarung von Content und Commerce zukunftsträchtig sieht, warum dann nicht hier?

    Ich denke, wenn Instagram nur 1% seiner User-Aufmerksamskeits-Zeit von „Bilder scrollen“ auf „Commerce“ umwidmet, dann ist das doch bestimmt 10x mehr Eyeballs-Zeit als die von der Zalando-, der AboutYou und der Amazon-App zusammen? Die Menschen verbringen so viel Lebenszeit in diesen Apps, da können sich doch zarte Pflänzchen im Effekt in Monster aufwachsen?

    • Was glaubst du warum die jüngeren Leute zu Instagram sind und von Facebook weg, dann Facebook Instagram gekauft hat und nun tik tok und immer so weiter? Weil die meisten Menschen nichts mehr hassen als von all dem behelligt zu werden womit sich das online marketing unablässig befasst Diesen realistischen Blick auf die eigene Bedeutung muss man schon behalten.

      Und sobald die Menschen das Gefühl haben, dass es zB bei Instagram nicht um Fotos und Blicke in das Leben anderer Menschen geht, wie die sich auch immer selbst darstellen wollen, sondern um marketing, dann sind sie weg. Auch die Betreiber wissen das und verdienen bereits ordentlich an der Kommerzialisierung der Nutzerdaten, was die Nutzer ebenso wissen und als Eintrittspreis für den Dienst sozusagen stillschweigend tolerieren. Aber sobald da gewisse subtile Grenzen überschritten sind ist die Plattform tot.

      Darum gibt’s auch AdBlocker, darum flüchten sich soviele Leute mit Medienkompetenz in VoD statt Fernsehen, darum werden zB auch Handelsmarken im LEH immer erfolgreicher. Der Durchschnittsverbraucher will am liebsten nie wieder eine einzige Werbung sehen und das ist die realistische Situation. In gewissem Maße toleriert er und dieses Fenster kann man nutzen um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Sobald die Leute das Gefühl haben was untergejubelt zu bekommen oder anderweitig aggressiv geworben wird, beispielsweise das berühmte video pop Up Werbebanner das plötzlich mit voller Lautstärke einen Werbespot abspielt und ein kaum anklickbares X zum schließen hat, das erregt das genaue Gegenteil eines Werbeeffekts, es erregt Ablehnung oder gar Zorn und das möchte eigentlich auch niemand mit seinem Angebot assoziiert haben.

      Fakt ist wohl, dass die beste Werbung die gute Dienstleistung ist. Damit meine ich nicht die Legende vom Service den der Kunde gerne mit höheren Margen honoriert. Aber wenn man auf Afffiliate usw einfach verzichtet und auch keine Gutscheine und andere Werbemaßnahmen fährt, sondern einfach Preise bei den top 5 der Preissuchmaschinen anbietet aber darüber hinaus guten, soliden Service konstant bietet, dann honorieren das die Leute. Denn so überflutet das Internet mit Marketing ist, so rar ist dort Vertrauen gesät. Das ist ja ein Hauptgrund für den Erfolg der großen Anbieter und sukzessive auch der Marktplätze, auf denen die Käufer ebenso auf ein bestimmtes Serviceniveau vertrauen können, notfalls vom Marktplatzbetreiber durchgesetzt.

      Und da kommt die Rolle des payment ins Spiel. Angelehnt an den Spruch, dass die Leute Banking brauchen, aber keine Banken, so ist den Leuten der Vorgang und der Anbieter erstmal komplett egal. Ein weiterer lästiger Dialog auf dem Weg zum Abschluss, nachdem man sich ja bereits für ein Produkt entschieden hat. Aber die Leute brauchen seriöse und sichere Bezahlweisen. Nicht nur wegen des Grundmisstrauen, das im Internet durchaus vernünftig ist. Sondern weil sie das eigene Interesse im Blick haben immer auf der sicheren Seite zu sein. Das ist alles was für den Verbraucher wirklich zählt.

      Darum wurde PayPal so groß mit dem Käuferschutz oder Klarna durch Rechnungskauf (erst Ware, dann bezahle ich).
      Daraus folgt, dass man es sehr schwer haben wird, wenn man weder auf die großen Marktplätze setzt, noch auf umfangreiche Gewährsträger aus dem payment Bereich. Die Zahlungsmethoden sind aus Händlersicht nicht einfach nur ein prozessuales Übel, sondern ermöglichen erst, dass die Verbraucher einem eines zweiten Blickes würdigen.

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