Bringt Notebooksbilliger die Krise über die Umsatzmilliarde?

Nachdem der stationäre Handel seine Läden schließen musste, dürfte dies so manchem Onliner zu unverhofften Umsatzsprüngen verhelfen. So will Notebooksbilliger um Mitternacht die Happy Easter Kampagne starten als „erste große Rabattaktion des Jahres“.

Gerade erst hat Notebooksbilliger im Handelsregister die Ergebnisse für 2018 veröffentlicht. Demnach ist der Umsatz um 12% gestiegen – von 785 Mio. Euro auf zuletzt 879 Mio. Euro. Für 2019 hatte Notebooksbilliger kein weiteres Wachstum geplant:

„Für die notebooksbilliger.de AG gehen wir im Rahmen unserer Planung für 2019 nach Produktportfoliobereinigungen von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus. Die Umsatz- und Ergebnisplanung verzeichnet überdurchschnittliches Wachstum in den Produktgruppen LCD-Displays, Beamer, Drucker und Software.

Wir sind zuversichtlich, den Rohertrag der notebooksbilliger.de AG im Geschäftsjahr 2019 gegenüber 2018 leicht steigern zu können. Trotzdem erwarten wir – unter Berücksichtigung der Ganzjahreseffekte der im Laufe des Jahres 2018 neu eingetretenen Mitarbeiter, die im Jahr 2019 zu höheren Kosten führen – ein Nachsteuerergebnis auf Vorjahresniveau.“

2020 könnte Notebooksbilliger erstmals die Umsatzmilliarde knacken und damit zum internationalen Wettbewerb aufschließen.

Denn Elektronikversender wie AO, wie Coolblue („Coolblue macht 1,5 Mrd. € (+10%) und startet neue Services) oder wie Digitec Galaxus („Digitec Galaxus knackt die Milliarde bei 1,15 Mrd. CHF“) haben die Umsatzmilliarde bereits in den letzten beiden Jahren überspringen können.

Bei Media Saturn lag das Online-Wachstum zuletzt bei gut 4%. Auch dort will man es jetzt aber „online richtig krachen lassen“.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Elektronikhandel, Shopboerse

  1. Respektable Entwicklung angesichts der massiven Verkleinerung der Sortimente
    Von daher ist der Vergleich mit Digitec Galaxus und Coolblue nur bedingt aussagefähig, da die – noch dazu in Amazonfreien (für Coolblue zumindest bis vor kurzem) Ländermärkten – wahre Gemischtwarenläden vor sich hertragen, wohingegen nbb mittlerweile back to the roots „nur“ noch in den klassischen IT-Kategorien unterwegs ist, dort aber offensichtlich einen hervorragenden Job macht und weiter Marktanteile gewinnt.
    Wäre mal interessant zu sehen, inwieweit so eine Category Killer Strategie mittel- und langfristig erfolgversprechend ist und zu welchen Umsatzgrößen diese nbb noch führen kann.
    Dass die Erschließung von (für das jeweilige Unternehmen) neuen Kategorien in diesem gesättigten Markt nicht profitabel darstellbar ist, zeigt die Sortimentsbereinigung und auch die oben genannte AO ist ein schönes Beispiel, dass man eigentlich keinen neuen Player mehr in Deutschland braucht. AO hat hier durch ein zugegeben für die Kategorie extrem passgenaues und geniales Logistikkonzept bislang viel Geld verbrannt ohne auch nur ansatzweise in Umsatzkategorien zu kommen, die dieses Konzept wirtschaftlich tragbar darstellen lassen.

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