Otto verabschiedet sich mit odc vom nächsten Zukunftsthema

Nach Liefery und Otto Now will die Otto Gruppe auch odc einstellen und sich damit von einem weiteren Zukunftsthema verabschieden (siehe dazu auch die „Dezentralisierung der Logistik“ in den K5 Logistik Trends):

Im Grunde ist auch bei der Otto-Gruppe jederzeit mit einer Zerschlagung zu rechnen (siehe It’s Real: 5 Jahre nach Douglas ist auch die Metro zerschlagen).

Doch während die Otto-Gruppe ihren Jurassic Park weiter verschont, stehen vor allem die Zukunfts- und Innovationsbereiche zur Disposition.

Besonders zu denken geben sollte allen Beteiligten dabei, wo Ottos Hoffnungsträger dann letztlich landen.

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Logistik, Ultimondo

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  1. Naja, bleibt mehr Platz im Markt für andere dezentrale Logistikkonzepte wie carry.com & Co.
    Die Kunden/Händler wollen auf jeden Fall den Weg gehen – mit oder ohne Otto…

  2. Man muss die Strategie dahinter nicht verstehen, aber dass man die Assets so konsequent zerschlägt und nicht mal die Chance für einen Verkauf / MBO lässt, ist definitiv keine gute Werbung für die Otto-Gruppe.
    Immerhin werden ja da nicht nur die Mitarbeiter in diesen Startups vor den Kopf gestossen, sondern auch die Kunden, die sich jetzt erst mal einen neuen Partner für ein geschäftskritisches Thema suchen müssen.
    Ist nicht das erste Mal und die Entscheider bei Otto müssen sich schon fragen, ob es das wirklich wert ist.
    Ich jedenfalls kann jetzt schon sagen: Wenn ein Startup Otto als Hauptinvestor / Gesellschafter hat, mache ich mit dem keine Geschäfte, das ist viel zu unberechenbar.

  3. Vielleicht sollte man nochmal Sebastian Klauke hier befragen? Es wäre sicher mal interessant, etwas mehr über seine Bereiche „E-Commerce, Technologie, Business Intelligence und Corporate Ventures“ zu erfahren.

  4. Von Außen wirklich alles schwer zu verstehen. Damals Blue Yonder (innovative KI) verkauft, aus der eigenen Logistik-Firma Hermes nie einen Wettbewerbsvorteil gemacht, About You nur noch als Investment geführt und nicht als neues Otto.de weiter ausgebaut und jetzt die Start-Up Schmiede eingestampft. Zeitgleich aber die strategischen Krücken wie Witt, Baur, Heine, Frankonia u.s.w. weiter im Portfolio. Ladet doch wirklich mal den Herrn Klauke ein.

  5. Ich habe mir gestern die K5-TV Session mit dem Otto.de Strategie-Chef angeschaut. Da sollte man mal lieber hart rangehen. Eine einzige Aneinanderreihung von leeren Worthülsen: „Wir sind der Anbieter, der der breiten Maße ein starkes, v.a. breites Angebot zur Verfügung stellt. Fair, persönlich und inspirierend… ach ja, und nachhaltig“. Ganz im Ernst? Was soll das sein? Aus Konsumentensicht ist das alles und nichts und kein Grund, 6 Euro Versandkosten zu zahlen. Da wäre es doch sehr gesund mit eigenen Start-Ups frischen Wind in die alten Segel zu kriegen.

    Und bei der ganzen Ethik in der Selbstdarstellung nicht vergessen das Otto im wesentlichen vom Ratenkauf lebt, in dem man Menschen in Kredite motiviert und hohe Zinsen kassiert. Und der konzerneigene Inkassodienst verdient dann auch noch an der Überschuldung. Keine Ahnung was das mit Fairness zu tun hat, das ist knallharter Kreditvertrieb weil man keine Ideen für andere Erlöse hat.

    Aber die Start-Ups macht man dicht. Gute Nacht.

  6. Wie passt denn die folgende Information, die ich gerade bekommen habe, dazu ?!
    Bei Otto gehen in den nächsten Tagen 3 (in Worten: drei) Direktoren. Dr Thomas Schnieders, Markus Schmale und Andre Müller.

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