Ist Aktionariat die Zukunft des Crowdfunding?

In Zeiten wie diesen ist Crowdfunding wieder ein zunehmendes Thema für viele, gerade auch junge Unternehmen, um an frisches Kapital zu kommen oder einfach nur auf sich aufmerksam zu machen. Siehe aktuell zum Beispiel Vytal oder auch Nucao (The Nu Company).

Da sich die Ausgabe von Unternehmensanteilen als eher schwierig gestaltet hat, haben sich viele Crowdfunding-Anbieter mittlerweile auf die Kreditvermittlung verlegt – mit den Anlegern als Kreditgeber, die dafür Zinsen von 7% und mehr einstreichen.

Eine bemerkenswerte Ausnahme ist Aktionariat in der Schweiz, das es den Firmen dort jetzt nicht nur ermöglicht, Unternehmensanteile auszugeben, sondern diese auch jederzeit handelbar zu machen (PDF-Quelle):

Wie das im Konkreten funktioniert, kann man gerade gut am Beispiel von Farmy verfolgen, zugleich auch der bisher prominenteste Case für die Betreiber von Aktionariat:

Die Idee von Aktionariat ist es, dass im Grunde jedes klein- und mittelständische Unternehmen seine Anteile auf den Markt bringen kann: eigenständig und börsenunabhängig (PDF-Quelle):

So ein freier (sprich: unkontrollierter) IPO öffnet natürlich auch unseriösen Firmen Tür und Tor. Deshalb ist das in Deutschland so nicht erlaubt.

Die Schweizer Fintech-Szene hat allerdings in den letzten Jahren geschickte Lobbyarbeit betrieben. Deshalb ist es Unternehmen inzwischen möglich, Anbieter wie Aktionariat zu nutzen.

Für (seriöse) Unternehmen bietet der Ansatz jedenfalls enorme Möglichkeiten, um Anteile auszugeben und damit nicht nur an Kapital zu kommen, sondern Kunden und Partner am Unternehmenserfolg zu beteiligen.

Ausführlich haben wir über das Für und Wider des Modells auch in den aktuellen Exchanges #314 gesprochen:

Frühere Beiträge zum Thema:



Kategorien:Crowdsourcing, Shopboerse

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1 Antwort

  1. Apropos „in Deutschland nicht erlaubt“: Unseriöse Firmen haben in Deutschland natürlich trotzdem alle Möglichkeiten und können es bis in den DAX schaffen (siehe Wirecard)

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