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Axel Springer AG fordert Schadensersatz von Exciting Commerce / Neue Policy gegenüber Publikationen der Axel Springer AG

Gestern erreichte uns eine Schadensersatzforderung der Rechteverfolgung der Axel Springer AG zu einem Beitrag vom 27.10.2008 ("Otto gründet eVenture Capital Partners"), die wir zum Anlass nehmen, um auf die neue Policy gegenüber Publikationen der Axel Springer AG hinzuweisen.

In dem Schreiben heißt es:

"Unter http://www.excitingcommerce.de stellen Sie Inhalte aus der Publikation Die Welt in das Internet ein, obwohl Sie unseren Unterlagen zufolge zu keinem Zeitpunkt die für eine Online-Nutzung erforderlichen Rechte erworben haben.

Auf Basis unserer üblichen Tarife (siehe axelspringer.de/artikel/Axel-Springer-Infopool_40362.hml) haben wir eine Berechnung für die bisherige Nutzung der Artikel erstellt. Den Eingang des sich daraus ergebenden Schadensersatzbetrages in Höhe von 400,00 Euro auf das unten genannte Konto erwarten wir bis spätestens zum 13. Mai 2011.

Im übrigen werden wir Ihnen gerne, so Sie dies wünschen, ein Angebot für die zukünftige Nutzung der fraglichen (und/oder weiterer) Artikel auf Ihrer Website unterbreiten. Sollte es zum Abschluss eines längerfristigen Lizenzvertrags kommen, wären wir ggf. auch gerne bereit, Ihnen in der Höhe des Schadensersatzes entgegenzukommen."

Dieses freundliche "Angebot" lehnen wir dankend ab.

Bei Exciting Commerce ist es üblich, Abschnitte aus online verfügbaren Quellen lieber in klar erkennbarer Form im Wortlaut zu zitieren (und explitzit mit der Quelle zu verlinken) als, wie in der Medien- und Verlagsbranche üblich, ohne Quellenangabe ganze Passagen leicht umformuliert zu übernehmen. An dieser Vorgehensweise, die bei Weblogs gängige Praxis ist, hat sich bei inzwischen fast 4.500 Beiträgen in sechs Jahren noch nie jemand gestört.

Natürlich respektieren wir die Rechtsauffassung der Axel Springer AG. Um jedoch weiteren Konflikten mit der Axel Springer AG vorzubeugen, werden wir bei Exciting Commerce die Publikationen der Axel Springer AG künftig nicht mehr als Quelle nutzen und uns weder direkt noch indirekt auf online gestellte Inhalte der Axel Springer AG beziehen.

Auch werden wir künftig nicht mehr auf die Presseinformationen der Axel Springer AG zurückgreifen und kostenfrei auf die Aktivitäten der Axel Springer AG und ihrer Tochterunternehmen (Zanox, etc.) hinweisen. Den letzten Beitrag über den Bild-Shop haben wir kulanterweise auf Wunsch der Presseabteilung nachträglich abgeändert, obwohl er auf bereits veröffentlichten Presseinformationen beruhte.

Bei den Live Shopping Days war eine Publikation der Axel Springer AG die einzige, die wir von der Veranstaltung ausschließen mussten, nachdem sich der von der Redaktion beauftragte Vertreter statt des vereinbarten einen kostenfreien Pressetickets mit dem Pressecode zwei Tickets (im Wert von je 299 Euro) für sein eigenes Unternehmen besorgen wollte.

Dies nur als kurzer Hinweis in eigener Sache. Kurios ist so eine Schadensersatzforderung auch deshalb, da Die Welt (wie andere Publikationen der Axel Springer AG auch) den Facebook-Button und andere Share-Buttons einsetzt, um die Nutzer explizit zur Verbreitung ihrer "in das Internet eingestellten" Inhalte zu motivieren.

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