Die aggressive, neue Zalando-Strategie (Exchanges #217) war ein großes Thema dieses Jahr auf der K5 (siehe u.a. die Abschlussrunde): Wer sollte sich darauf einlassen und wer eher nicht?
Denn Zalando will damit gleichermaßen sein Warenrisiko senken und die (Gewinn-)Marge erhöhen. Das unterstreichen die aktuellen Roadshow-Unterlagen (PDF):
Im Grunde folgt Zalando damit dem Beispiel Amazons. Bis zu 25% Provision (vom Brutto-Umsatz!) will Zalando ab 1. Januar. Leisten können sich das im Grunde nur noch Marken und vertikale Anbieter. Händler ohne Eigenmarken sind da über kurz oder lang aus dem Spiel.
Wie die Unterlagen zeigen, strebt Zalando beim Marktplatzgeschäft eine Gewinnmarge von 20-25% an. Beim Handel auf eigene Rechnung bleiben Zalando nur 6-8%:
Provisionsseitig orientiert sich Zalando an Farfetch & Co., die ebenfalls das für spezialisierte Plattformen Machbare ausloten.
Das zeigt aber auch, dass (Marktplatz-)Händler auf andere Kompetenzen setzen müssen („Chal-Tec wird zur Berlin Brands Group“), wollen sie in einer Plattformwelt dauerhaft mithalten. Siehe dazu auch Amazon aus Sicht eines Marktplatzhändlers.
Ausführlich haben wir uns mit den Ambitionen von Zalando in den Exchanges #217 befasst:
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