Alice.com, die offene Online-Shopping-Plattform für Waren des täglichen Bedarfs, hatten wir hier bereits vorgestellt. Das Geschäftsmodell von Alice.com ist dabei besonders interessant. Wir hatten hier bereits über die Warenpröbchenstrategie von Alice.com geschrieben:
„Die über Alice.com ihre Produkte vertreibenden Hersteller können nun die gewünschten Zielgruppen mit ihren Proben direkt ansprechen. Die Warenproben werden mit den Standardpaketsendungen verschickt. Über die Profile und andere Daten (etwa das Einkaufverhalten) lassen sich die Empfänger direkter auswählen als etwa mit Proben, die dem Einzelhandel zur Verfügung gestellt werden.“
Auf business-strategy-innovation.com wird das Geschäftsmodell noch etwas näher beleuchtet:
„The clever part about their model is that they don’t make any money selling the products that they offer. They make their money selling advertising on the site, and selling purchase data back to the manufacturers (which the manufacturers have wanted, but lacked forever). Data is king in the world of sales, and Alice is positioning itself to be the impartial third party that sits between the customer and the manufacturer. As long as Alice doesn’t compromise the identities of their customers, I don’t see how they can lose. Customers value price and manufacturers value richer customer data (what they buy and what causes them to buy), and everyone wins.“
Alice.com positioniert sich als Plattform mit günstigen Preisen, um die maximale Reichweite zu erlangen. Über die maximale Reichweite wiederum erhält Alice.com die Möglichkeit, ein möglichst großen Umfang an nutzbaren Daten zu erlangen, um Zusatzdienste wie Werbung oder Warenproben mit sehr gutem Targeting anbieten zu können. Was ihnen wiederrum ermöglicht, die Preise für die eigentlichen Waren möglichst niedrig zu halten.
So sieht eine erfolgversprechende Internetplattform-Strategie aus. Vorausgesetzt natürlich, die Mischkalkulation geht auf.
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