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Zalando-Chef David Schneider über den Multi-Channel-Mythos

Die Textilwirtschaft hat diese Woche ein Video-Interview mit David Schneider freigeschaltet, einem der beiden Zalando-Gründer. Und auch wenn das Interview im wesentlichen von journalistischem Desinteresse (an Zalando) geprägt ist, vermittelt es doch einen ganz guten Eindruck davon, wie die Zalando-Macher ticken.

Unter anderem unterstreicht David Schneider die Exciting Commerce These, dass Multi-Channel, wie ihn sich der stationäre Handel so vorstellt, utopisch ist:

"Was man grundsätzlich verstehen muss, ist, dass man im stationären Handel und im Online-Handel komplett andere Dynamiken hat.

Man hat einfach komplett andere Zahlen, auf die man schauen muss, man hat eine komplett andere Kostenstruktur, man muss den Kunden ganz anders verstehen, man muss die Prozesse (Logistik, etc.) komplett im Griff haben.

Und letztendlich ist halt die Frage: Kann man beides, sowohl stationär als auch online, überhaupt in der Form betreiben?"

Das Interview wurde im Juni am Rande des Footwear Summit geführt, wo David Schneider über die Online-Potenziale gesprochen hat.

Mehr Einblicke, wie Zalando & Co. ticken, gab es auf der K5 Konferenz ("Egoless Culture") und auf der Next Konferenz ("Wie Marketing bei Zalando & Co. funktioniert")

Marktführer Deichmann hat erst kürzlich nach dem Deichmann "Online-Shop" auch seinen "Online-Shop" für Roland Schuhe an den Start gebracht. Siehe auch: Muss sich Branchenführer Deichmann vor Zalando fürchten?

Der Multi-Channel-Mythos ist ein Dauerbrenner bei Exciting Commerce ("The Death of Multi-Channel"), dem vor allem die anhängen, die erfolgreiche Onliner wie Amazon oder Zooplus als Sonderfälle betrachten und sich dementsprechend noch wenig bis gar nicht mit den Dynamiken im Online-Markt befasst haben.

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