„Es kann nicht hingenommen werden, dass heute über 30% der Umsätze an online verkauften Einbaugeräten am Küchenfachhandel vorbeigehen!“ (via)
Zum Jahreswechsel hat Oliver Samwer die Möbelbranche aufgeschreckt ("Oliver Samwer über die ultimative Chance im Möbelmarkt") und die Fachblätter zu Titelgeschichten animiert wie "Möbel-E-Commerce: Blitzkrieg 2.0 – der Markt ist angreifbar":
"Goldrausch 2.0: Web-„Pate“ Oliver Samwer will im „Blitzkrieg“ Nummer 1 im Möbel-E-Commerce werden. Da der stationäre Handel den Gang ins Netz zu lange verschlafen hat, ist der Weg für Online-Player frei. Im Brennpunkt neben den Plänen der Samwers auch Butlers webbasierter Wandel zum Möbelhändler sowie Praxis-Beispiele wie Einrichtungspartnerring und Tischkultur Kretschel."
Mit dieser gewissen, inzwischen ja schon aus anderen Branchen bekannten, Mischung aus Überheblichkeit und Unbedarftheit machen sich die Stationären nun ans Werk. Ein Traum ist die jüngste Pressemitteilung der MHK Group, der "erfolgreichsten Gemeinschaft für den mittelständischen Küchen- und Möbelfachhandel in Europa". Dort heißt es ("Gipfeltreffen begeistert mit neuen Konzepten"):
"Emotionaler und inhaltlicher Höhepunkt war die Präsentation der durchdachten Online-Strategie des MHK-Shops. In einer emotionalen Rede, die von modernster Bühnentechnik, eindrucksvollen Science Fiction-Sequenzen und einer Lasershow unterstützt wurde, stellte Hans Strothoff klar, dass sich die MHK Group von Online-Discountern und Branchenfremden keine Umsätze wegnehmen lässt. „Angriff ist die beste Verteidigung.“"
Da bekommt man erst einmal wieder so richtig vor Augen geführt, in welchem Zustand sich die Möbelbranche befindet.
Frühere Beiträge zum Thema:
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