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Rakuten vs. Amazon: Wenn Strategie auf Wirklichkeit trifft

Auf der K5 hat Rakuten in einem anregenden Eröffnungsvortrag "für ein neues E-Commerce-Verständnis" plädiert und damit seinen Anspruch untermauert und sich – zumindest strategisch – als probate Alternative zu Amazon präsentiert:

Doch was in der Theorie so einfach und schlüssig klingt, das stellt die Beteiligten in der Praxis vor große Herausforderungen.

So hat Rakuten in der letzten Woche seine neue Deutschland-Strategie vorgestellt. Satte 30 Seiten umfasst der "Rakuten DREAM" (PDF).

Matthias Hell ("So plant Rakuten den Angriff auf Amazon") und Peter Höschl ("Strategische Neuausrichtung") haben versucht, die (Ver)Änderungen zu durchdringen. Auch Alexander Graf hat sich Gedanken gemacht, ob die Strategie aufgehen kann ("Rakuten goes Amazon").

Da Rakuten die einstmaligen Tradoria-Mietshops, die vergleichsweise unabhängig betrieben werden konnten, einstellt bzw. stärker integriert, sind die Händler auf den Barrikaden.

Man erkennt jedoch, wohin die Reise für Rakuten als (Shopping-)Plattform gehen soll. Vor allem die Rakuten "Superpunkte" sollen als Bindemittel und Treiber fungieren, um die Kundschaft in einen dauerhaften Shoppingrausch zu versetzen und im Rakuten-System zu halten:

Man kann sich vorstellen, was passiert, sollte Rakuten sein Superpunkte-Programm auf Pinterest und die anderen Beteiligungen und Neuerwerbungen übertragen und auch dorthin eine mögliche Shopping-ID übernehmen ("Was sich Rakuten von Pinterest verspricht").

Eindrucksvoll an Rakuten bleibt, mit welcher Zielstrebigkeit und Vehemenz sie ihr Modell auch international durchdrücken wollen. Ob das gelingen kann, bleibt dahingestellt. Aber es ist momentan weltweit das einzige Unternehmen, das es ernsthaft versucht, Amazon etwas entgegenzusetzen.

Andere sehen inzwischen auch Ebay wieder auf einem gutem Weg. Nur ist Ebay weiter sehr stark auf dem Techtrip,
während Rakuten sehr viel stärker auf die Kundenmechaniken als die eigentlichen Treiber für den (Online-)Handel baut.

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