Website-Icon Exciting Commerce

Wo steht Getgoods nach der Home-of-Hardware-Übernahme?

von Matthias Hell

Wo steht Getgoods
heute, das im letzten Jahr den Onlinehändler
Home of Hardware übernommen hat
und in diesem Jahr ein Übernahmekandidat für die Media Saturn Gruppe gewesen sein soll ("Media Saturn Eigner vereiteln weiter Online-Übernahme")?

Die Getgoods AG bestätigt ihre Ambitionen, in den Kreis der umsatzstärksten Elektronikversender
vorzustoßen. Das Unternehmen, das u.a. die Online-Marken Getgoods.de und Handyshop.de
betreibt, verdoppelte seinen Umsatz 2011 auf 317 Mio. Euro und
will
im laufenden Jahr mindestens 400 Mio. Euro umsetzen
. Wie die aktuelle
Geschäftsmeldung
zeigt, befindet sich Getgoods dabei auf einem guten Weg:

„Das Online-Handelshaus getgoods.de AG ist im dritten
Quartal 2012 weiter gewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Konzernumsatz
um 21,6 % auf EUR 106,0 Mio. (Pro-forma Q3/2011: EUR 87,2 Mio.).

Der
Konzernumsatz der ersten neun Monate belief sich auf EUR 279,4 Mio. und lag
damit um 31,8% über dem Vorjahreswert (Pro-forma 9M/2011: EUR 212,0 Mio.).“

Nach eigener Angabe wächst Getgoods weiterhin profitabel: In
den ersten neun Monaten lag das operative Ergebnis bei 6,8 Mio. Euro, was einer
EBIT-Marge von 2,4 % entspricht. Für das Gesamtjahr wird eine EBIT-Marge von
ca. 2,5% in Aussicht gestellt.

Zur Stützung des weiteren Wachstums hat die Getgoods.de AG
im Oktober eine Anleihe
mit einem Emissionserlös von 30 Mio. Euro
platziert. Im dazugehörigen Wertpapierprospekt (PDF) gibt das Unternehmen Einblicke in die künftige Wachstumsstrategie. ChannelPartner
fasst zusammen
:

„Die Abhängigkeit vom bei GetGoods dominierenden TK- und
IT-Segment soll verringert werden und stattdessen in den Aufbau neuer,
margenstärkerer Produktgruppen investiert werden. Dazu gehören Weiße Ware, aber
auch weniger verwandte Segmente wie Spielzeug, Freizeit-, Garten- oder
Baumarktartikel.

Flächendeckende TV-und Printwerbung soll den
Bekanntheitsgrad der Marke markant erhöhen. Mittelfristig will der
Online-Versender zudem eine eigene elektronische Einkaufsplattform im Internet
aufbauen. „Wir würden gerne in einem Atemzug mit Amazon und Ebay genannt
werden“, kündigte Firmenchef Rockstädt-Mies gegenüber dem Deutschen
Anleger-Fernsehen an.“

Wie aus dem Anleiheprospekt hervorgeht, hat Getgoods.de
zudem seine Multishop-Strategie weiter ausgebaut. Neben GetGoods.de,
Handyshop.de und HOH.de betreibt das Unternehmen die Onlineshops crazy-bundles.de,
1a-order.de, trendhandy.de, topbware.de, telefonkauf.de und packein.de. Zudem
ist der Elektronikversender auch auf den Online-Plattformen Ebay und Amazon als
Händler vertreten.

Frühere Beiträge zum Thema:

Die mobile Version verlassen