von Matthias Hell
Notebooksbilliger ist zuversichtlich, in diesem Jahr umsatzseitig die halbe Milliarde Euro zu knacken. Im Interview mit der Zeitschrift Channelpartner bekräftigt Notebooksbilliger-Gründer Arnd von Wedemeyer zudem, dass der Einstieg von ElectronicPartner in Zusammenhang mit der geplanten Sortimentseerweiterung erfolgt und die Verbundgruppe dem Onlinehändler beim Einkauf von Weißer und Brauner Ware helfen soll.
Beschaffungsprobleme durch Vertriebsbeschränkungen – wie sie Redcoon regelmäßig beklagt – sind für von Wedemeyer allerdings eine "Scheindiskussion". Für die Handelspartner zählten in erster Linie der Absatz und die Qualität des Anbieters.
Erfrischend unverblümt äußert sich Arnd von Wedemeyer in dem Interview auch über seine anderen Wettbewerber:
"Trauen Sie es der „Multichannel-Strategie“ von Media-Saturn zu, dem Unternehmen wieder eine neue Relevanz zu verleihen?
Wedemeyer: Den Online-Ansatz von Media-Saturn habe ich nie verstanden. Angesichts der geringen Anzahl der angebotenen Artikel kann ich mir die Onlineshops von Media Markt und Saturn eher als Service-Ansatz vorstellen, zum Beispiel um Waren zur Abholung vorzubestellen.
Was halten Sie vom Wettbewerber GetGoods und seinem rasanten Wachstum?
Wedemeyer: Ich betrachte GetGoods nicht als klassischen Onlinehändler, sondern eher als eine Trader oder einen Subdistributor, der zusätzlich auch Produkte online listet.
Und Cyberport? Dort steckt man zurzeit viel Energie in den Ausbau des Store-Geschäfts…
Wedemeyer: Das ist eine Strategie, die ich nicht nachvollziehen kann. Denn am Ende des Tages zählt einzig und allein der wirtschaftliche Erfolg.
Und da frage ich mich, ob der Kunde die Store-Strategie von Cyberport honoriert. Denn schließlich würde sich das nur rentieren, wenn durch den höheren Aufwand auch mehr Ertrag entsteht. Das geht aus den Bilanzen von Cyberport aber nicht hervor."
Trotz der Skepsis gegenüber den Multichannel-Ansätzen der Konkurrenz kündigt von Wedemeyer aber den Ausbau des eigenen stationären Geschäfts an: Neben den Notebooksbilliger-Stores in München und Sarstedt sowie der für Anfang 2013 geplanten Filiale in Düsseldorf will der Elektronikversender in Deutschland "sechs bis sieben Standorte" eröffnen.
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