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Was war, was wird: „Frauenbremse“ E-Commerce 2012/13

Einiges hat sich getan, seit wir vor anderthalb Jahren erstmals auf die "Frauenbremse" E-Commerce aufmerksam gemacht haben: Geschätzte zwei bis drei Milliarden Euro lässt sich der Online-Handel jährlich alleine bei den Frauen durch die Lappen gehen, Tendenz weiter steigend. Der E-Commerce boomt zwar, doch weiterhin vor allem bei den Jungs.

2011 gingen die Frauenquoten den bvh-Zahlen zufolge in allen Online-Segmenten nochmals erheblich zurück. Und 2012 dürfte es kaum anders sein.

Erfreulicherweise nehmen sich jetzt auch mehr und mehr Frauen dieser Thematik an: "Neue E-Commerce-Konzepte braucht die Frau", heißt eines der lesenswerteren Plädoyers.

Mit SheCommerce gibt es inzwischen die erste Agentur, die sich speziell dem Thema Online-Shopping für Frauen widmet, zudem eine Reihe von Studien, die allerdings wie die erste KauFRAUsch-Studie noch weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Denn durch Befragung alleine kommt man bei diesem Thema nicht weiter.

Das hat auf seine ihm eigene Art und Weise auch einmal mehr das Institut für nutzlose E-Commerce-Studien bewiesen: das zwar herausgefunden haben will, dass "Frauen die zufriedeneren Online-Kunden sind", aber offen lässt, warum sie dann ihr Geld – im Gegensatz zu den Männern – lieber anderswo lassen.

Auffallend an der Debatte ist ohnehin, dass Frauen immer noch vor allem an den Männern gemessen werden, was aber natürlich nicht der Punkt ist. Ausschlaggebend ist alleine das Einkaufsverhalten der Frauen: Warum klappt in den Fußgängerzonen, mit den Katalogen und vor allem im TV, was online ganz offensichtlich (noch) nicht klappt?

Hier springen auch sämtliche Expertinnen noch zu kurz. Entsprechend erleben wir beim Thema "Shopping für Frauen" momentan viel Pinkwashing und Pseudo-Expertise. Aber natürlich bleibt die Hoffnung, dass auch so das Problembewusstsein geschärft wird – und mittelfristig für Frauen noch mehr (Online-)Ansätze wie Vente-Privée, Groupon, Stella & Dot und andere kommen, die Frauenherzen nicht nur angebotsseitig, sondern vor allem auch konzeptionell höherschlagen lassen.

Alle Beiträge zu diesem Thema auch in unserer Frauenrubrik

Auch auf der Exceed Expectations 2013 wollen wir dem Thema Gender Innovation wieder einen Schwerpunkt widmen. Ideen, Vorschläge und Initiativen auf diesem Feld sind natürlich herzlich willkommen!

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