von Matthias Hell und Jochen Krisch
Während Elektronikversender wie Redcoon mit Media Saturn, Notebooksbilliger mit EP:ElectronicPartner oder Digitec in der Schweiz mit Migros ("Digitec erreicht deutsches Umsatzniveau") in ihren Zukunftsstrategien zunehmend auf die Beteiligung von Retail-Schwergewichten setzen, vertraut der Newcomer
Getgoods bei seinem Wachstumskurs weiterhin auf die Börse.
Bereits im
vergangenen Oktober legte das Unternehmen eine Anleihe mit Emissionserlösen
von 30 Mio. Euro auf ("Wo steht Getgoods heute?"). Zum Jahresende wollte sich Getgoods im Rahmen einer Kapitalerhöhung weitere 20 Mio. Euro holen, größtenteils "zur Finanzierung des organischen Wachstums", aber in Teilen auch "für
Akquisitionen bzw. die Rückführung von Verbindlichkeiten."
Geworden sind es immerhin noch einmal knapp 12 Mio. Euro:
„Im Rahmen der Kapitalmaßnahme fließen dem
Unternehmen insgesamt rund 11,7 Mio. Euro zu.Nach der Kapitalerhöhung sowie der
jüngst erfolgreich platzierten Anleihe verfügt die Gesellschaft nunmehr
über ausreichend Kapital zur Bewältigung des erwarteten dynamischen
Wachstums.“
In der Mitteilung wird außerdem die Jahresprognose 2012 mit
einem Konzernumsatz von mindestens 400 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von ca.
2,5% bekräftigt.
Nachdem nun fast alle großen Elektronikversender unter der Haube sind, sind wir gespannt, ob sie umsatzseitig auch für 2012 ähnlich auskunftsfreudig bleiben wie in den vergangenen Jahren.
Zum Jahreswechsel gab es eine weitere Veränderung in der Branche: Gravis will mit seinen 28 Filialen unter das Dach der Freenet-Gruppe schlüpfen. Der Gravis-Umsatz betrug zuletzt 163 Mio. Euro (2010).
Mehr zur Lage in der Elektronikbranche auch im ultimativen Branchenpanel
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