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Die Amazon-Zahlen und die peinlichsten Fehlprognosen

Amazon hat erstmals seit langem Deutschland-Umsätze vorgelegt ("Amazon wächst 2012 auf 8,7 Mrd. Dollar") und mit umgerechneten 6,4 bis 6,7 Mrd. Euro (je nach Dollarkurs) die Schätzungen sämtlicher Branchen-"Experten" bei weitem übertroffen:

Der Buchreport hat die Zahlen einzuordnen versucht ("Amazon kontrolliert 20% des deutschen Buchmarkts"):

Sehr schön kann man jetzt auch nachprüfen, wie seriös denn die Umsatzschätzungen der einzelnen Fachmedien und der einschlägigen "Institute" waren:

Niemand wird gezwungen, derlei Umsatzschätzungen abzugeben (bei Exciting Commerce machen wir es bewusst nicht und übernehmen sie auch nicht). Doch ist es gängige Praxis, dass speziell Online-Player wie Amazon oder Zalando von den Dienern des alten Handels im Zweifel bewusst klein gerechnet werden, um die eigene
Stammklientel nicht zu verschrecken und sich den eigenen Markt nicht zu versauen.

Bei Exciting Commerce finden wir das Treiben der "Kollegen" seit jeher unseriös und aus Marktsicht mehr als fahrlässig, denn derlei grob irreführende Zahlen haben fatale Folgen – von verfehlten Geschäftsstrategien über falsche Investitionsentscheidungen bis hin zu (vermeidbaren) Unternehmenspleiten (siehe auch "No-Line-Handel" vs. "The Connected Company")

Wir sind gespannt, ob der ein oder andere Branchen-"Experte", nachdem er sich vom ersten Schock erholt hat, nun allmählich zur Besinnung kommt und an seiner Seriosität arbeitet (beim bvh hat das bis 2006 gedauert) bzw. wie lange sich die Handelsbranche von EHI & Co. noch etwas vorgaukeln lässt.

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