Der Zalando-Effekt – oder: Hat Handel ohne TV hierzulande überhaupt noch eine Chance? Das wird zunehmend zur erfolgskritischen Frage im deutschen E-Commerce, wo sich der Handel zunehmend auf TV-Werbung zu verlassen scheint.
Vom Zalando-Effekt profitiert vor allem ProSiebenSat.1, das jetzt sogar noch bei der Tengelmann-Tochter Baby-Markt zum Zug gekommen ist und 16% der Anteile bekommen hat – für "eine langfristige Mediakooperation bis Ende 2017":
Baby-Markt muss sich gegen aufstrebende Newcomer wie Windeln.de und – mit Abstrichen – Tausendkind wappnen, das kürzlich Gruner & Jahr mit 25% an Bord geholt hat.
Da wirkt TV-Werbung verlockend. Im Tengelmann-Portfolio hatte sich Seven Ventures unlängst schon 22% an Stylight sichern können.
Für ProSiebenSat.1 geht es in erster Linie darum, die zum Teil dramatisch einbrechenden Werbeeinnahmen durch alternative Erlösquellen und Beteiligungen zu ersetzen. So hatte sich die Sendergruppe kürzlich erst MyDays geschnappt.
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