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Netrada: Was in den Monaten vor der Insolvenz geschah

Die Insolvenz von Netrada hat so manchen in der E-Commerce-Branche heute geschockt, weil Netrada mit Esprit und C&A gleich zwei umsatzstarke Online-Shops unter den Top 20 betreut. Wie ernst die Sache ist, ließ sich den Medienberichten heute nicht wirklich entnehmen. Die operativen Geschäfte laufen erst einmal weiter.

Netrada ist als Unternehmen nach diversen Zusammenschlüssen, Ein- und Ausgliederungen für Aussenstehende nur noch schwer zu durchschauen. Die Neue Presse ("Kleine Software-Schmiede wird Millionen schwer") und der NDR haben die wesentlichen Infos zur Firmengeschichte zusammengetragen.

Bis 2012 firmierte die nun insolvent gegangene Netrada Holding als D+S europe:

"Die bisherige D+S europe GmbH wird in den nächsten Monaten in NETRADA Holding GmbH umbenannt.

Zu den Kernaktivitäten der NETRADA Gruppe gehört
die NETRADA Management, die NETRADA Picturepark Studios, die NETRADA
North America und die im Aufbau befindliche NETRADA China."

Die beiden letzteren wurden gerade erst abgestoßen (PDF), nachdem die neue Geschäftsführung Anfang des Jahres noch voller Stolz auf gerade diese "Investments in Nordamerika und China" verwiesen hatte. Es ist also zu vermuten, dass Netrada die internationale Expansion zum Verhängnis geworden ist.

Denn Netrada Europe hat die Verträge mit Esprit, welches selber gerade zu kämpfen hat, erst letztes Jahr bis 2019 verlängert, die Verträge mit C&A laufen bis 2018. Zugleich wurden und werden die Logistikkapazitäten in und um Hannover ausgebaut. Über den vierten Standort wurde erst Anfang des Monats intensiv berichtet.

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