Seit sich Sven Heyrowsky, der Gründer der Netrada-Ursprungsgesellschaft Heycom, als Investor ins Spiel gebracht hat und Netrada zu seiner "Herzensangelegenheit" erklärt hat, darf spekuliert werden, wer bei Netrada zum Zug kommt ("Die Optionen von Amazon bis Zalando").
Netrada kann auf langfristige Verträge mit Esprit und C&A verweisen (siehe auch Top 100 Shops: Die deutsche Modebranche im Online-Raster), steckt aber in finanziellen Schwierigkeiten, nachdem es von seinen bisherigen Eigentümern fallen gelassen worden ist ("Netrada-Investoren schreiben 500 Mio. Euro in den Wind").
Auf die aus Marktsicht spannendsten Szenarien hatten wir bereits hingewiesen. Speziell für Ebay Enterprise (vorher: GSI Commerce) arbeiten heute schon einige Ex-Netrada-Leute.
Naheliegender und wahrscheinlicher ist, dass einer der direkten Wettbewerber zugreift. Neben Fiege, Hellmann, DHL und anderen ist die Otto-Gruppe mit Hermes einer der heißesten Kandidaten.
Zumal Hermes mit seiner Tochter NexTec schon seit geraumer Zeit versucht, stärker im Modegeschäft Fuß zu fassen. Mehr zu den Ambitionen hier auch im aktuellen Kundenmagazin.
Großes Interesse sollen aber auch andere Fulfillment-Anbieter haben. Wir freuen uns entsprechend zu den bisherigen Meinungen über weitere Stimmen und Einschätzungen in den Kommentaren.
Netrada war auch das Thema in den Exchanges #24 ("Die fragile Welt des E-Commerce").
Hermes ist wie andere Fulfillment-Anbieter auch Teil der K5 Liga für den Online-Handel.
Frühere Beiträge zum Thema:
- An wen geht Netrada? Die Optionen von Amazon bis Zalando
- Debatte: Haben sich Full-Service-Modelle in der Logistik überlebt?
- Bitte melden: Netrada intensiviert die Investorensuche
- Netrada-Insolvenz: Die Banken wollen erstmal stillhalten
- Netrada-Investoren schreiben 500 Mio. Euro in den Wind
- Netrada soll das Wachstum zum Verhängnis geworden sein
- Wie Esprit Netrada in den Abgrund zieht – und umgekehrt
- Netrada Europe: Die Stellungnahme des Insolvenzverwalters
- Netrada: Was in den Monaten vor der Insolvenz geschah
