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Klingel lässt Miacosa in die Insolvenz schlittern

Update (13.8.): Mehr zur Insolvenz von Miacosa jetzt auch im Folgebeitrag („Klingel vs. Miacosa: Erst die Kapitalrunde, dann die Insolvenz“) und bei neuhandeln.de („K New Media: “Sehr bedauerliche Entwicklung” bei Miacosa“).

Im Mai schien es noch, als könne Miacosa dem Schicksal von BerryAvenue & Co. entrinnen („Die Weird Commerce Welle fordert ihre Opfer“). Doch Mitte Juli hat nun auch Miacosa Insolvenz anmelden müssen, weil die bereits vollzogen geglaubte Finanzierungsrunde („Miacosa gewinnt die Klingel Gruppe als Investor“) am Ende doch noch geplatzt ist.

Dem Vernehmen nach hat Klingel nach den von der ARD losgetretenen und medial entsprechend aufgebauschten Schleichwerbevorwürfen gegenüber Y-Titti & Co. kalte Füße bekommen und nachträglich den Stecker gezogen.

Wäre das der einzige Grund, wäre das umso erstaunlicher, da der davon sehr viel stärker betroffene Youtube-Vermarkter Mediakraft sich gerade erst satte 16,5 Mio. Euro von Capnamic (vormals Dumont Ventures) und anderen sichern konnte.

Woraus man aber zweierlei lernen kann: Wie sehr Startups auf innovativeren Feldern unter irreführenden Berichten leiden können und dass sich Risiko-Investoren in ihrer Souveränität und ihrer Urteilskraft Online-Entwicklungen gegenüber doch erheblich unterscheiden.

Klingel hatte sich zuletzt auch am Lebensmittelversender Egle und an Stilago beteiligt.

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