Die Vergangenheit retten oder doch besser die Zukunft gestalten? – So wirklich weiß Media Saturn immer noch nicht, was es will. Und deshalb ist jede Menge Aktionismus angesagt. An 11 Fronten sieht sich Media Saturn derzeit kämpfen – laut Investorenpräsentation vom September (PDF):
Um Baustelle Nr. 9 soll sich jetzt Martin Sinner kümmern („Martin Sinner soll bei Media Saturn Redcoon zur Electronics Online Group ausbauen“).
Was die Geschäftszahlen für 2013/14 verschweigen
Metro hat diese Woche vorläufige Geschäftszahlen für Media Saturn veröffentlicht und sich dabei in der Kunst des Weglassens geübt.
Weder erfährt man, wo Media Saturn nach dem desaströsen Q2 („Media Saturn Umsätze brechen um 6% ein; der Chef tritt zurück“) im Deutschlandgeschäft gelandet ist, noch, wie sich die Umsatzerholung in Q4 auf das EBIT ausgewirkt hat. Ohne Q4 lief das Geschäftsjahr wie folgt:
Veröffentlicht hat Media Saturn bisher lediglich, dass der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2013/14 flächenbereinigt um 0,9% zurückgegangen ist. In Deutschland dürfte der Einbruch entsprechend stärker gewesen sein.
Offen ist außerdem, wie Media Saturn online abgeschnitten hat. Hier die Entwicklung bis zum 3. Quartal (PDF):
Nach Steigerungen von 46% in Q1 und 29% in Q2 ist man in Q3 online nur noch um 15% gewachsen.
Die endgültigen Zahlen für Media Saturn will die Metro-Gruppe mit dem Geschäftsbericht am 16. Dezember 2014 veröffentlichen.
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