Amazon und der Otto-Konzern erzeugen im TV inzwischen einen höheren Werbedruck als Zalando, das seine Marketingausgaben von – zu Hochzeiten – 26,7 % auf zuletzt 13,6% des Umsatzes reduziert hat („Zalando und die Highlights aus dem Börsenprospekt“).
Amazon bewirbt im Fernsehen hauptsächlich seine Streaming- und Kindle-Angebote. Die Otto-Gruppe trommelt vor allem für Otto.de und Bonprix.
Wenn es nicht in erster Linie zu Brandingzwecken genutzt wird, ist TV-Werbung für den Online-Handel aufgrund der extremen Streuverluste eher ein Zeichen von Schwäche, da es den Online-Anbietern offenbar nicht gelingt, ihre Zielgruppen online effektiv anzusprechen und/oder zu Stammkunden zu machen.
Umso höher zu bewerten sind die jüngsten Erfolge von Notebooksbilliger („Notebooksbilliger wächst 2014 auf über 600 Mio. € – trotz Media Saturn“) oder von Zooplus („Zooplus überrascht mit Umsatzsprung auf 571 Mio. € (+34%)“), die ihre komplett ohne TV-Werbung treiben. Siehe im Vergleich dazu auch Redcoon („Teure TV-Werbung, geringe Margen“).
Die Internetworld hat sich die von Gründerszene veröffentlichten XAD-Zahlen genauer erläutern lassen. Sie sagen mehr aus über den TV-Druck als über die tatsächlichen TV-Budgets.
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