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Wie sich Tollabox am Abomodell die Zähne ausgebissen hat

Es ist durchaus heikel, wenn ein mit 600.000 Crowd-Euro finanziertes Startup die Segel streichen muss. Im Interview mit Seedmatch erläutert Oliver Beste sehr ausführlich und angenehm selbstkritisch, woran Tollabox letztlich gescheitert ist („Tollabox stellt Insolvenzantrag“):

„Wir haben 2014 fast eine halbe Mio. Euro Verlust gemacht – bei 600 Tsd. Euro Umsatz. Die Zahlungsunfähigkeit und der Insolvenzantrag waren die direkte Folge der gescheiterten Finanzierungsrunde über 1,1 Mio. Euro.

Trotzdem glaube ich inzwischen, dass unser Geschäftsmodell auch mit weiteren 1,1 Mio. Euro gescheitert wäre, weil wir nur eine durchschnittliche Abodauer von 7,5 Monaten erreicht haben. 11 Monate wären erforderlich gewesen, um Mitte 2017 mit 20 Tsd. Abonnenten breakeven zu gehen. Die Abodauer ließ sich jedoch einfach nicht ausreichend steigern.

Bestärkt in dieser Einschätzung hat mich Ende Januar ein Gespräch mit dem Gründer des amerikanischen Bastelboxenpioniers Kiwicrate. Sie hatten anfänglich 7 Mio. $ Risikokapital erhalten und sind jetzt immer noch in der Verlustzone, weil ihre Abodauer auch nicht länger ist als unsere.“

Das komplette Interview ist sehr lehrreich – nicht nur für die, die den Abo-Markt verstehen wollen. Es zeigt zugleich, wie man durch proaktive Kommunikation Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen kann.

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