Schon bezeichnend, wie sich Deutschlands Supermarktbetreiber vor dem Start von Amazon Fresh nun jede Menge Beruhigungspillen verabreichen: „Da muss es schon mit dem Teufel zugehen, wenn ein reiner Online-Player uns in unserem Stammmarkt überholt“, sagt HDE-Präsident und REWE-Fan Josef „bei Amazon habe ich noch nie bestellt“ Sanktjohanser über die Aussichten von Amazon Fresh.
Und auch Edeka-Chef Markus Mosa hat sich diese Woche erstmals ausführlich zur Online-Strategie geäußert („Wie Edeka die große Amazon-Attacke abwehren will“):
„Wenn Amazon einsteigt, müssen wir reagieren“, sagte Edeka-Chef Markus Mosa am Dienstag. „Bis heute ist der Nachweis nicht erbracht, dass man mit Lebensmitteln online Geld verdienen kann.“
Ein Blick in die Schweiz („LeShop wächst auf 176 Mio. SFr (+6,6%), Coop@Home auf 120 Mio. SFr (+5,5%)„) oder nach England („Ocado reichen für die Umsatzmilliarde 453.000 aktive Kunden„) würde genügen für den Nachweis.
Edeka bekommt das Online-Geschäft zusammen mit den Tengelmann-Filialen („Wenn Tengelmanns Bringmeister für Edeka liefert„), musste allerdings aufgrund der Verzögerungen schon mal vorpreschen („EDEKA baut Drogerie und Lebensmittel bei Netto Online aus„).
Auf der K5 Berlin am 13. Juni ist die Lebensmittelbranche quasi vollständig versammelt. Ein aktuelles Branchenupdate gibt es in den Exchanges #134 („Die Lebensmittelbranche vor Amazon Fresh“).
Frühere Beiträge zum Thema:
- Amazon Prime Now Updates für Frankfurt und Berlin
- EDEKA baut Drogerie und Lebensmittel bei Netto Online aus
- Edeka vs. REWE: Wenn Tengelmanns Bringmeister für Edeka liefert
- Exchanges #134: Die Lebensmittelbranche vor Amazon Fresh
