Über die Qualität eines Exits kann man immer gut debattieren („7Commerce kauft Stylight für 80 Millionen – zu viel?“).
Berücksichtigt man, dass ein DaWanda zuletzt mit gut 72 Mio. Euro bewertet wurde („Wie Rocket Internet Dawanda bewertet“), dann sind die 80 Mio. Euro für Stylight („ProSiebenSat.1 übernimmt Stylight komplett“) in jedem Fall gerechtfertigt.
Im Unterschied zu Stylefruits, das kürzlich mehrheitlich an Ströer ging, weist Stylight seit 2013 Gewinne aus und meldete zuletzt für 2014 Umsätze in Höhe von 17,8 Mio. Euro:
„Der Bruttowarenwert der Stylight-Partner lag 2015 bei 630 Millionen Euro – ein Plus von 94 % im Vergleich zu 2014).
Der Umsatz des Start-ups lag 2014 – laut Handelsregister bei 17,8 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss betrug 1,2 Millionen Euro.“
Bemerkenswert ist, dass allein die vier Gründer beim Exit noch 36% der Anteile hielten.
Für mich ist Stylight auch persönlich spannend, durfte ich das Team doch im ersten Jahr als Exist-Gründercoach begleiten. Da werkelten sie noch in einer kleinen Kammer an der Münchner Uni, hatten aber, ungewöhnlich genug, damals schon Holtzbrinck Ventures an Bord.
Wenn das Team etwas auszeichnet, dann eine extrem hohe Professionalität und dass sie sich schon immer bestens (im Sinne von „hoch professionell“) verkaufen konnten. Selten habe ich ein Team erlebt, das sich in Investorengesprächen, etc. so gut präsentieren konnte wie Stylight.
Insofern kann man davon ausgehen, dass Stylight auch beim Exit das Maximum herausgeholt hat. Und man kann nur den Hut ziehen vor der Leistung.
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