Obwohl vor Corona erst mit frischem Kapital ausgestattet, hat Navabi jetzt offenbar Insolvenz in Eigenverwaltung anmelden müssen, schreibt die Textilwirtschaft:
„Der Plus Size-Online-Händler Navabi hat ein vorläufiges Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Hauptgrund sind coronabedingte Umsatzeinbußen von bis zu 70%. Die Gründer und Geschäftsführer […] bleiben im Amt.“
Anfang des Monats hatte Navabi den Jahresabschluss für 2018 veröffentlicht. Demnach war der Umsatz 2018 auf 25,4 Mio. Euro (+15%) gestiegen.
Außerdem heißt es dort: „Die für das Geschäftsjahr 2019 vorgenommene Prognose für die Ergebnislage von navabi wurde erreicht. Die Planung 2020 wie auch die Geschäftsentwicklung der ersten beiden Monate weist ein deutliches Wachstum des Rohertrags aus, der sich aus dem stark steigenden Anteil der Eigenmarken ergibt.“ Und zu Corona:
„Die Auswirkungen der Pandemie sind derzeit schwer absehbar […] Die Geschäftsführer gehen davon aus, dass im Falle eines außerplanmäßigen Finanzbedarfs dieser kurzfristig gedeckt werden kann.
Für den Fall, dass diese Ereignisse (beispielsweise aufgrund einer weiteren deutlichen Verschärfung der Corona Krise) nicht eintreten sollten, ist der Bestand des Unternehmens, respektive die Fortführung der Unternehmenstätigkeit in dem geplanten Umfang, gefährdet.“
Zuletzt hatte Verdane die Kontrollmehrheit bei Navabi übernommen, das Anfang des Jahres von Aachen nach Köln gezogen ist. Siehe dazu auch Verdane verkauft all seine Boozt-Anteile.
Frühere Beiträge zum Thema:
