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Douglas, das Horrorjahr 2020 und die Optionen für morgen

Die Lichtblicke im Online-Geschäft sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Geschäftsjahr 2019/20 auch für Douglas dramatisch war. Umsätzen von 3,2 Mrd. Euro (-6,5%) stehen Verluste von einer halben Milliarde Euro gegenüber (PDF-Quelle):

Zudem ist Douglas nach zwei Private-Equity-Zyklen hoch verschuldet. Demnach liegt der Verschuldungsgrad jetzt bereits beim 7,6-fachen des bereinigten EBITDA-Ergebnisses:

Wie soviele Einzelhändler haben Douglas in diesem Jahr Staatshilfen (Kurzarbeitergeld, etc.) und die Anpassungen im Insolvenzrecht gerettet.

Sieht man von den Hausaufgaben im stationären Geschäft einmal ab, wo Douglas jetzt doch (immer noch viel zu wenige) Filialen schließen will, so stellt sich die Frage, ob und wie Douglas sein Online-Geschäft so schützen kann, dass es nicht mit in einen potenziellen Insolvenzstrudel gerissen wird (siehe die Exchanges #227).

Könnte/sollte/müsste Douglas sein Online-Geschäft, das inzwischen eine substanzielle Größe erreicht hat und offenbar auch profitabel arbeitet, nicht dem Beispiel von Neiman Marcus oder Saks folgend zum Beispiel in seine Online-Tochter Parfumdreams auslagern?

Immerhin hat sich Parfumdreams gerade mit einem weiteren Geschäftsführer verstärkt.

Welche Optionen hat Douglas jetzt?

Im wesentlichen stehen Douglas bzw. seine Eigentümer gerade vor zwei Herausforderungen: Wie lange kann Douglas die anhaltenden Lockdowns noch überstehen und wie kann es seine demnächst auslaufenden Kredite refinanzieren – wahlweise über ein gutes operatives Ergebnis oder über eine hohe Unternehmensbewertung durch einen Börsengang, etc.?

Alternativ könnten Douglas und Parfumdreams auch die Flucht nach vorn antreten und Flaconi, Notino und andere übernehmen, um sehr schnell eine Online-Handelsgruppe aufzubauen. Darüber würde sich dann auch die Börse freuen, wie die Hut Group eindrucksvoll gezeigt hat.

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