Innovation ist eines der schönsten Themen für Sonntagsreden. Alle wollen Innovationen. Alle zeigen sich offen für Innovationen. Doch wenn die Innovationstreiber dann wirklich kommen, müssen sie um jeden Preis bekämpft und verhindert werden.
Aktuell erleben wir, wie die EU gegen KI vorgeht, wie die USA TikTok verhindern wollen und wie sich alle gegen Innovationstreiber wie Shein oder Temu wenden – aus mehr oder weniger guten Gründen.
Das Dumme an Innovationen ist, dass man nie weiß, woher sie kommen und dass sie im Zweifel immer von außerhalb kommen – von außerhalb der Branche, von außerhalb des Unternehmens und von außerhalb des Landes.
Das Ärgerliche an Innovationen ist zudem, dass sie sich nicht an die Regeln halten, sondern zumeist neue Spielregeln definieren.
Deshalb sind Innovationen in der Regel etwas Schlechtes – für die Branche, für das Unternehmen und für die althergebrachte Wirtschaft (siehe „The Innovator’s Dilemma“).
Sind wir also wirklich bereit für Innovationen?
Was, wenn Wirtschaftspolitik, Verbände und auch Unternehmen nur halb so viel Energie in die Ermöglichung von Innovation stecken würden wie in ihre Verhinderung?
Frühere Beiträge zum Thema:
- Aktionsplan E-Commerce: Wie Deutschland gegen China punkten will
- Heile Welt in Burladingen: Warum viele Fachblätter verschwinden
- Agentic Shopping – oder: Was bringt der KI-Commerce?
- Was bringen uns Android und Apple Intelligence?
- Ist der E-Commerce zu naiv in Sachen KI?
- Wo bleiben die Innovationen des Handels? – in den Crossover Exchanges
- Exchanges #356: CapCut Pro und der Amazon-Feed
- Exchanges #352: Intelligente Shoppingsysteme
- Exchanges #349: Smarte Agenten, Interfaces und mehr
