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Web-Währungen: Die größten Missverständnisse

Wie die Reaktionen zum Thema Web-Währungen zeigen, herrscht bei diesem Thema noch einiges an Missverständnissen. Deswegen hier noch einmal die wichtigsten Aspekte herausgegriffen:

Bewusst spreche ich von Web-Währungen (man könnte auch "Social Currencies" sagen), um sie von "Virtuellen Währungen" abzugrenzen, die im wesentlichen eine 1:1 Übertragung traditioneller Währungsmodelle auf den virtuellen Raum sind.

Web-Währungen hingegen funktionieren konträr zum herkömmlichen Währungsmodell: Sie werden freizügig vergeben, sind im Überfluss vorhanden und werden (durch einen negativen Zinsabschlag) wertlos, sobald man sie zulange behält. Aufgrund des inversen Verhaltens ist es vielleicht keine schlechte Idee, statt vom Dollar vom Rallod zu sprechen ("What Is The Next Global Currency?").

Das zugrundeliegende Denkmodell korrespondiert in vielerlei Hinsicht mit dem, was wir derzeit auch in anderen Bereichen erleben. The Relationship Economy führt aus:

"People are flooding to social media because information, knowledge, and
innovation are behaving like currency.  Social currencies are perfectly
suited to accommodate negative interest rates.  For example:

Does this sound
familiar?"

Web-Währungen sollten ähnlich beschaffen sein und genau den schnellen Austausch von Wissen, Information und neuen Ideen fördern und belohnen.

Als weitere Informationsquellen zum Thema Web-Währungen empfehlen wir New Currency Frontiers sowie das Metacurrency Project und – als Experimentierfeld – WikiWikiMoney

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