Während sich Arcandor auf eine (Plan-)Insolvenz vorbereitet, rückt zunehmend auch die Versandhandelstochter Quelle in den Blickpunkt der Berichterstattung ("Mit Quelle entsteht ein neuer Krisenherd"):
Unternehmenskreisen gesagt. Für den Versender zeichne sich keine Lösung ab;
schon gar nicht für das Versandhausgeschäft in Deutschland.
Mit Blick
auf die Wachstumsperspektiven in Osteuropa und in Russland sei
vielleicht ein Verkauf der Auslandsaktivitäten vorstellbar. Osteuropa
und Russland sind erklärte Wachstumsregionen, wo Quelle besser
vorankommt als in den etablierten Märkten Deutschland oder Österreich. (…)
Quelle stellt mit einem Anteil von zwei
Dritteln am Jahresumsatz von zuletzt genannten rund 4,3 Milliarden Euro
die mit Abstand größte Säule dar und ist maßgeblicher Verursacher für
den Verlust vor Zinsen und Steuern von 77 Millionen Euro."
Die FAZ beschreibt die aussichtslose Lage des deutschen Versandhandels, der sich zunehmend in einer Zwickmühle befindet ("Amazon und Ebay bestimmen die Regeln im deutschen Versandhandel"):
"Zwar steht Quelle nach dem PWC-Gutachten im Internet-Versand auf
Platz drei in Deutschland, noch vor Otto und Neckermann, die nur noch
zu 49 Prozent zu Primondo gehört. Doch die eigentlichen
Internetanbieter Amazon und Ebay bestimmen angesichts ihrer Dominanz
mittlerweile die Regeln im Versandgeschäft.
Damit nicht genug:
Immer mehr stationäre Einzelhandelsketten vertreiben ihre Produkte
zunehmend online. Dazu gehört der Weltbild-Verlag ebenso wie Tchibo
oder Esprit. Primondo, insbesondere Quelle, gerät an vielen Stellen
zwischen die Fronten. Denn es fällt dem Unternehmen wie Karstadt
schwer, sich klar zu profilieren; vor allem in den gesättigten Märkten
Deutschland, Österreich und Schweiz."
Andererseits haben nicht nur Quelle und Primondo Probleme, den Ernst der Lage zu kommunizieren. Auch die Otto-Gruppe kommt mit ihrem Umbau nur schleppend voran
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