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Arcandor-Krise: „Mitte August fliegt hier alles auseinander“

Diese plastische Formulierung eines Arcandor-Managers gegenüber Exciting Commerce beschreibt eigentlich ganz gut, wie sich Arcandor gerade dem Showdown nähert ("Fluchttendenzen bei Arcandor"):

"Der Karstadt-Mutterkonzern beginnt, sich aufzulösen. Erste Teilbereiche
suchen auf eigene Faust Käufer. Die Entscheidung über die Zukunft fällt
bald.

Der Tagesspiegel schreibt weiter:

Die Suche nach interessierten Investoren wird für Eick immer
schwieriger. Vor allem die finanzstarken Eigentümer des Konzerns
scheinen nicht mehr an die Pläne des Managers zu glauben.

Die profitablen Teile von Arcandor beginnen derweil bereits, sich vom
Konzern zu lösen. Die Insolvenzverwaltung bereitet den Verkauf der
Mehrheitsbeteiligung an dem britischen Touristikunternehmen Thomas Cook
vor, wie ein Sprecher bestätigte.

Mehrere Gläubigerbanken, an die die
Aktien bereits vor längerer Zeit verpfändet wurden, sollen die
Beteiligung nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ in den
kommenden Tagen abgeben.

Ebenso sollen sich mehrere Spezialversender,
die zur Arcandor-Sparte Primondo gehören, inzwischen selbst auf die
Suche nach Käufern gemacht haben."

Bezeichnend für die Lage: Die Verantwortungsbewussten unter den Versandmanagern, die selbst initiativ werden und sich von Arcandor nicht ähnlich wehrlos zum Schaffott führen lassen wollen wie Quelle, werden umgehend aus der Zentrale abgekanzelt ("Heimliche Suche nach Käufern"):

"Die Geschäftsführer haben kein Mandat von uns, mit Investoren zu
sprechen. Sofern einzelne das dennoch tun, handelt es sich dabei um
eine Freizeitbeschäftigung, die keinerlei Relevanz für das Geschäft
hat."

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