Bei Preisbock überstürzen sich die Ereignisse: Nach dem Preisbock-Club vor wenigen Wochen sind in dieser Woche Stylebock und Gadgetbock, zwei reguläre Online-Shops, an den Start gegangen (s. Pressemeldung):
So sinnvoll eine Dezentralisierungsstrategie für ein Live Shopping Angebot wie Preisbock ist und so gelungen die Namen für die neuen Ableger sind, so aktionistisch wirken die aktuellen Intiativen. Im Gadgetbock zumindest finden sich derzeit noch kaum Produkte.
Im ersten Moment fragt man sich ohnehin, ob sich hinter der Expansions-Strategie nicht vielmehr ein groß angelegter Magento Multi-Shop-/Multi-Funktions-Test verbirgt, der das volle Magento-Potenzial verdeutlichen soll.
Für das Preisbock-Team besteht durch die Vielzahl der Konzepte die Gefahr, den Fokus zu verlieren und sich auf Dauer zu verzetteln. Generell macht der dezentrale Ansatz jedoch weitaus mehr Sinn als der zentralistische Ansatz von Guut.de, der den offensichtlichen Niedergang nur noch beschleunigt (s. auch die aktuellen Skalierungsprobleme bei den Ebay Wow! Aktionen)
Dass sich auch Live Shopping Modelle ganz gut skalieren lassen, zeigen in den USA Vorreiter wie Woot (mit inzwischen 5 Ablegern) oder Backcountry (mit 6 Ablegern) ebenso wie Newcomer wie 1 Sale A Day oder Groupon, das sich auf lokale Live Shopping Aktionen spezialisiert hat.
Frühere Beiträge zum Thema:
- Live Shopping: Auf der Suche nach dem optimalen System
- Live Shopping: Preisbock kündigt neue Kapitalrunde an
- Shopbörse: Die Umsatzmillionäre im deutschen Live Shopping
