Das spannendste Startup auf der Next Web Conference in Amsterdam war für mich Shutl ("Online Delivery Revolution") aus Großbritannien, weil es versucht, mit 500.000 Pfund Startkapital und der Unterstützung erster Investoren einen zeitgemäßeren Lieferservice auf die Beine zu stellen.
Kunden von Shops wie Start London können bei den Lieferoptionen – neben anderen – wählen zwischen "Shutl now" und "Shutl later".
Bei der Auslieferung greift Shutl auf eine Reihe lokaler Lieferdienste zurück, die untereinander im Wettstreit stehen und um den besten Service und den besten Preis konkurrieren.
Shutl bietet neuerdings eine Entwicklerschnittstelle an und Erweiterungsmodule für Magento und osCommerce. Im Mai will Shutl die Kooperation mit einem großen britischen Händler bekanntgeben.
Viele denkbaren E-Commerce-Konzepte scheitern heute noch, weil geeignete Logistiklösungen fehlen. So würde QVC längst weitaus größer ins Geschäft mit Tiefkühlkost einsteigen (s. die heutige Lösung), gäbe es einen bundesweiten Lieferdienst.
Dabei ist der Lebensmittelbereich ohnehin noch am weitesten: Die Liefer-Konzepte von LeShop und Tesco sowie die Renaissance der E-Commerce Drive-Ins habe ich im Vortrag zur Zukunft des Discount-Shoppings vorgestellt.
Die ultimative Vision bleibt aber natürlich eine netz-artige Logistik unabhängiger Dienste.
